Diskussion um Viktoriapark

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Die Großloher sind sauer, jetzt soll ihnen auch noch ein Gewerbepark vor die Haustür gesetzt werden. Sie wollen sich wehren Fotos: Grell

Erweiterung des Gewerbegebietes in Großlohe stößt auf Kritik

Von Karen Grell
Großelohe
Hamburg und der Kreis Stormarn planen ein länderübergreifendes Gewerbegebiet. Im Grenzbereich zwischen Rahlstedt und Stapelfeld soll der Viktoriapark entstehen (das Wochenblatt berichtete). Im April hat der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek beschlossen, das Bauleitverfahren „Rahlstedt 131“ einzuleiten. Am Montagabend lud das Bezirksamt Wandsbek zu einer öffentlichen Plandiskussion in der Grundschule Großlohe ein. Anwohner konnten ihre Anmerkungen und Kritik zu den geplanten Gewerbegebieten südlich der Stapelfelder Straße und östlich des bestehenden Gewerbegebiets Merkurring äußern.

Wie schon auf der Stadtteilkonferenz vor zwei Wochen war der Unmut im Publikum groß. Die Besucher waren fast geschlossen der Meinung, dass Großlohe als sozial schwacher Stadtteil schon genug benachteiligt sei und nun neben dem Freibad nicht auch noch die grünen Flächen vor der Haustür verlieren sollte. Thorsten Graefe vom Bezirksamt Wandsbek erläuterte die Ausgleichsflächen, die für das geplante Gebiet unter dem Titel „Große Heide“ entstehen sollen. So richtig will daran niemand glauben, denn schon die Ausgleichsflächen nach der Merkurpark-Bebauung seien nicht umgesetzt worden. Konkretisiert wurde die „Grüne Heide“ auch auf mehrfache Nachfragen hin nicht.

Kritisiert wurde auch die Verkehrsplanung, da die Anwohner die vorhandene Verkehrsinfrastruktur schon heute als überlastet wahrnehmen und durch eine Verbindung zwischen Sieker Landstraße und Stapelfelder Straße zusätzlichen Verkehr in Großlohe fürchten.

Das Planungsgebiet sei laut Bezirksamt Wandsbek nur ein räumlicher Anschluss an das bereits bestehende Gewerbegebiet (Merkurpark) und bringe viele neue Arbeitsplätze in das Viertel am östlichen Stadtrand. Ob die Nähe zu Hamburg auch mit den Steuererträgen für die Stadt im Zusammenhang stehen könnte, blieb unbeantwortet. Ziel der Planungen in Sachen Viktoriapark ist zunächst die Erschließung neuer Gewerbegebiete auf den Grundstücken, die sich
bereits im Eigentum der Projektentwicklungsgesellschaft befinden. Der Planungsentwurf wird einen Monat lang im Bezirksamt Wandsbek ausliegen. Anregungen können schriftlich eingereicht werden. Der Planungsausschuss wird sich 5. Juli, (18 Uhr, Bürgersaal Wandsbek) mit dem Thema beschäftigen. Die Sitzung ist öffentlich. Anwohner haben eine Online-Petition gestartet.

www.facebook.com/victoriaparknein/
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