Ein „KulTourBus“ für Rahlstedter Schüler

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Zur Einweihung ließen die Schüler Luftballons steigen und machten gleich die erste Fahrt zur Kunsthalle Foto: Grell
Hamburg: Aula der Schule Kielkoppelstraße 16d |

Kinder können jetzt ohne Umsteigen zu Exkursionen in die Hamburger City starten

Von Karen Grell
Rahlstedt
Die Kulturschule Altrahlstedt hat einen eigenen „KulTourBus“ bekommen. Warum? Weil die Kids aus einem der östlichsten Stadtteile Hamburgs immer sehr lange mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, wenn sie ins Theater wollen oder ein Ausstellungsbesuch geplant ist. „Mit einer großen Gruppe aufgeregter Schüler ist das dann eine Herausforderung“, sagt Marina Kaminski, eine der beiden Schulleiterinnen der zwei Standorte der Stadtteilschule. Mit einer großen Taufe wurde der neue Bus, der die Schüler nun zu den kulturellen Dates fahren wird, übergeben und auch gleich ausprobiert. „Es sind die Kulturklassen des Jahrgangs fünf und sechs, die regelmäßig Ausstellungen und Museen in Hamburg besuchen“, erklärt Kaminski.

Schneller in der Kunsthalle

Zusammen mit dem Museumspädagogischen Dienst werden die Kinder vor Ort an die Kunst herangeführt und erhalten auch professionelle Erklärungen zu den ausgestellten Werken. Bisher ging es dafür mit Bus und Bahn einmal quer durch Hamburg. „Das war immer richtig weit“, erinnert sich Christina (10) noch gut an ihre Fahrten mit Bus und Bahn. Immer einmal im Monat an einem Freitag ist Profiltag – und dann heißt es für die Schüler Sachen packen für die große Tour in die Innenstadt. „Cool, dass wir jetzt schneller als vorher in der Kunsthalle sind“, freut sich Lana (11), und Isabell (10) will jetzt im Bus am liebsten immer neben ihrer besten Freundin sitzen.

Eigener Bus ist Gold wert

„Der KulTourBus ist einfach einzigartig“, meinen auch Saskia und Katrin, die sich schon auf den Sommer freuen, wenn es draußen heiß und im Bus dann schön kühl ist. Finanziert wurde das neue Gefährt, das für 500 Euro pro Semester gemietet werden konnte, aus dem Fördergeld der Gabriele Fink- und der Toepfer-Stiftung. „Wir wollen auch mit anderen Institutionen aus dem Stadtteil kooperieren, damit der Bus möglichst oft genutzt werden kann“, erläutert die zweite Schulleiterin, Katrin Vogel, die weiteren Pläne. Erste Gespräche dafür haben bereits mit der Grundschule und dem Martha-Haus stattgefunden. „Dann können in Zukunft sogar unterschiedlichste Generationen gemeinsam zu Ausflügen starten“, so Vogel. „Wir finden den Bus einfach nur super toll“, bestätigen die Kids, die an dem Morgen der Taufe auch gleich zur ersten Fahrt aufgebrochen sind. Rahlstedt liege eben am äußersten Rand Hamburgs, bedauern die Schulleiterinnen, und da sei ein eigener Bus einfach Gold wert.
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