Im Quartier bleiben

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Der Neubau soll Anfang 2017 bezugsfertig sein

Richtfest in Liliencronstraße. 27 Seniorenwohnungen zum Jahresende fertig

Von Rainer Glitz

RAHLSTEDT. Arbeiter sägen auf dem Dach des geklinkerten Rohbaus noch an den Balken, als sich unten bereits die ersten Gäste des Richtfestes einfinden. Eine Blaskapelle spielt alte Hamburger Gassenhauer. Viele künftige Bewohner der 27 altersgerechten Genossenschaftswohnungen sind gekommen, sie können den Rohbau schon einmal besichtigen. Es entstehen fünf Dreizimmerwohnungen und 22 Zweizimmerwohnungen mit einer Fläche zwischen 56 und 90 Quadratmetern. Alle sind barrierefrei. So führt ein Fahrstuhl künftig vom Keller bis in die oberste Etage, die Türen öffnen sich automatisch, die Bäder haben bodengleiche Duschen. In den Küchen sind die Backöfen höher angeordnet als normal, Fenstergriffe und andere Bedienelemente dafür niedriger – sprich: altersgerecht für Senioren.

„Das Alter der künftigen Mieter liegt zwischen Mitte 50 und 80 Jahren“, erläuterte Hans-Jürgen Teudt, Vorstand der Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft. Die Anlage in der Liliencronstraße sei die dritte dieser Art, die die Genossenschaft baue. Das Grundstück sei erst vor zwei Jahren erworben worden. Im vergangenen Sommer kam dann die Baugenehmigung, zunächst gab es aber keine Fällgenehmigung für die Bäume auf dem Grundstück. Erst im vergangenen Oktober ging es wirklich los, spätestens Anfang 2017 sollen die Wohnungen bezogen werden. „Das ist sportlich, aber wir werden den Neubau zügig errichten“, betonte Teudt. Die Anfangsmiete liege bei 9,95 Euro kalt: „Das ist durchaus erträglich“, so Vorstand der Hara-Bau. „Nicht alle können sich das leisten, besser wäre eine Kaltmiete von acht Euro gewesen“, sagte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Er freue sich aber immer, wenn altersgerechte Wohnungen gebaut würden. „Die Senioren können so innerhalb des Quartiers umziehen“, betonte der SPD-Politiker.

Er verwies auch auf das neuaufgelegte Bündnis für den Wohnungsbau des Senates. Damit würden künftig 10.000 Wohnungen pro Jahr in Hamburg entstehen, davon allein 1.800 in Wandsbek. Er selbst sei zwar auch Mitte 50, habe aber noch keine Bewerbung für die Anlage in Rahlstedt abgeben. Der Neubau bietet übrigens neben 21 Tiefgaragenplätzen ein weiteres Extra: Im Garten sollen Trimm-Dich-Geräte für Senioren aufgestellt werden.
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