Im Rahlstedt Center ist Musik drin

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Ohne Krawatte, mit Elan: Stefan Dorster, neuer Manager des Rahlstedt Centers Foto: Möller
 
Im Obergeschoss des Rahlstedt Centers stehen Verkaufsflächen schon länger leer Foto: Möller
Hamburg: Wariner Weg 1 |

Der neue Manager Stefan Dorster über seine Pläne – und Bienen

Von Christa Möller
Rahlstedt
Er will den Branchen- und Mietermix erweitern, über Centergrenzen denken und Trends wie temporäre Läden und Social Media-Präsenz pflegen: Stefan Dorster, seit Jahresbeginn neuer Manager des Rahlstedt Centers, geht mit Elan an seine neue Aufgabe. Und so soll künftig auch im Wortsinne im Center richtig Musik drin sein: Ausgewählte entspannende Klänge sollen im Rahlstedt Center für angenehme Atmosphäre sorgen, verriet er dem Hamburger Wochenblatt.
Rückblick: 1983 entstand das Rahlstedt Center samt Parkhaus mitten im Stadtteil. Seither wurde das Center zweimal umgebaut, mehrfach wechselten Eigentümer, Management und sogar der Name: Aus dem Rahlstedt Center wurden die Rahlstedt Arcaden und dann wieder das Rahlstedt Center. Im Sommer 2016 verkaufte die MEAG das Center, das auch Wohnungen, Büros und Arztpraxen beherbergt, an den Investor CBRE Global Investors. In dessen Auftrag übernahm die Estama das Management und übertrug dem 42-jährigen Stefan Dorster die Aufgabe, das Center zu neuen Erfolgen zu führen. Er sagt: „Wir wollen den Bestand nicht nur verwalten, sondern planen ein nachhaltiges Vermietungskonzept. Wir wollen den Rahlstedtern einen verlässlichen Mieter-Mix mit wenig Fluktuation bieten.“

Echter Hamburger

Stefan Dorster ist gelernter Werbekaufmann. In den vergangenen zehn Jahren war er im Management verschiedener Unternehmen unter anderem in Düsseldorf, Bochum und Berlin tätig, zuletzt in der Dresdner Centrum Galerie, bevor er jetzt in seine Heimatstadt Hamburg zurückkehrte. Mit seiner Familie lebt er in Wellingsbüttel. Das Rahlstedt Center bietet derzeit auf drei Etagen mit knapp 22.000 Quadratmetern Verkaufsfläche 50 Läden, rund zwölf Prozent der Fläche stehen leer, vorwiegend im Obergeschoss. Die Besucherzahlen für die aktuelle Situation des Centers seien gut, ließen jedoch noch Luft nach oben, so Dorster. Viele Rahlstedter hadern mit dem Wegfall der Markthalle vor sieben Jahren, als das Center umgebaut wurde. Nun gelte es, den Besuchern zu zeigen, dass es trotzdem ein tolles Center sei, sagt Stefan Dorster. Er will die Einkaufspassage mit mehr Leben füllen. Größter Konkurrent sei das Internet. Die Nahversorgung soll demgegenüber gestärkt werden; bestehende Märkte könnten bezüglich der Laufwege und des Services weiter optimiert werden. Das Centermanagement ist im ständigen Gespräch mit den Mietern (Hauptmieter ist übrigens Edeka), die in einer Werbegemeinschaft zusammengeschlossen sind. „So entstehen tolle Event-Ideen für Synergieeffekte“, weiß Stefan Dorster aus Erfahrung. Außerdem will er den Branchen- und Mietermix erweitern. Dabei hat Stefan Dorster auch temporäre Konzepte im Blick. Neu gestaltet ist bereits der Internetauftritt, und inzwischen gibt es auch eine Facebook-Seite.

„Begegnungsraum“

„Das Parkhaus wurde aus unserer Sicht in der Vergangenheit nicht genug gepflegt“, nennt der neue Center-Manager eine weitere Aufgabe. 500 Parkplätze stehen zur Verfügung. Erste Arbeiten wurden in Angriff genommen, zukünftig sollen Wasserschäden beseitigt und Markierungen erneuert werden. Dorster hat auch ganz besondere Pläne: „Auf dem Center-Dach wollen wir im Sommer Stadt-Bienen ansiedeln.“ Außerdem möchte das neue Centermanagement die Kultur fördern und beispielsweise Musikbands Gelegenheit zum Auftritt bieten: „Wir wollen Begegnungsraum sein“, so Dorster. Auch an den zukünftigen verkaufsoffenen Sonntagen wird sich das Center beteiligen. Außerdem sind größere und kleinere Aktionen sind geplant. Am 25. Februar lockt die Schulranzenmesse und vom 20. März bis 2. April wird Österreich im Center präsent sein mit delikaten Leckereien, einem Weingarten, Musik und Infos über Land und Leute.
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