Klassentreffen nach 60 Jahren

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Manfred Krause (v.l.), Albert Greitsch, Klaus Goewe, Gert Bernhardt, Peter Tornieporth, Hans-Hermann Michels, Rainer Dabelstein, Herbert Grell, Herbert Meyn, Reiner von Thun, Rüdiger Schertel und Volker Sieg beim 60. Jubiläum nach dem Schulabschluss Foto: kg
Hamburg: Brockdorffstraße 64 |

Zwölf Männer aus der früheren Volksschule Brockdorffstraße feierten ein Wiedersehen

Von Karen Grell
Rahlstedt
Zwölf Herren Mitte Siebzig kamen zum Klassentreffen der ehemaligen Volksschule Brockdorffstraße in ein Restaurant nach Rahlstedt. Von einst über dreißig jungen Schülern waren das alle, die sich nach vielen Telefonaten und persönlicher Suche noch finden ließen. Zum sechsten Mal trafen sich die Schüler der damaligen reinen Jungenklasse nun und erzählen aus längst vergangenen Zeiten. Sechzig Jahre nach dem Schulabschluss an der Volksschule Alt-Rahlstedt sind viele der Erinnerungen immer noch so präsent, als sei es gestern gewesen. „Zum Schulabschluss haben wir einen Sketch vorgespielt“, erinnert sich Herbert Grell (75). Da habe eine Mutter ihren Sohn vor dem Alkohol gewarnt und am Ende des Sketches sei der Vater des Jungen total betrunken nach Hause gekommen. Nur ein Foto von dem Einschulungstag hatte niemand mehr.„Wir wissen deshalb auch nicht, ob es zu der Zeit Schultüten gab“.

Erstes Treffen war nach 50 Jahren

Nach dem Abschluss hätten sich die meisten aus den Augen verloren, berichtet Herbert Grell, der noch zu zwei seiner damaligen Kumpel, Rainer und Herbert den Kontakt hielt und irgendwann beschloss, sich im Alleingang auf die Suche nach allen anderen zu machen. Elf der einst 34 Jungen lebten bereits nicht mehr, vier blieben bis heute unauffindbar und ein paar wenige hatten mit der Schulzeit bereits so weit abgeschlossen, dass sie nicht mehr kommen wollten. „Die meisten aber“, so Herbert Grell, „waren davon begeistert, dass es ein Klassentreffen erstmals nach 50 Jahren Schulabschluss geben sollte“. Von da an ging es im Zwei-Jahresrhythmus weiter. Lehrer Erwin Bernotat war bei den ersten Treffen sogar noch aus Bremen angereist, um seine damals schwer zu bändigende Rasselbande noch einmal zu treffen. Den 60-Jährigen Schulabschluss durfte er leider nicht mehr miterleben. „Er war ein perfekter Lehrer“, erinnern sich die zwölf Schüler aus der Brockdorffstraße, er habe sich für jeden einzelnen der Jungen eingesetzt und alle so genommen, wie sie waren. „Einen besseren Lehrer hätte es für uns nicht geben können“.
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