Kommentar zur Vorstellung unseres Top-SPD-Mannes Andreas Dressel in Rahlstedt-Großlohe am 27.Juli 2016

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      Auf den Fotos sehen wir die Herren. Bei der Ankuft schien gerade die Sonne über das Gebäude und den Veranstaltungsort, und ich hoffte, der 'Große Geist' möge die Herren erleuchten, was aber leider nur ein Wunsch blieb.
Der Abend war mal wieder ein Lehrstück darin, wie Politiker zum Wohle der Stadt und deren Bevölkerung arbeiten und reden.
Herr Dressel, dem man gerne nachsagt, daß er das Erbe des weniger guten Olaf Scholz als 1.Bürgermeister dieser unserer Stadt antreten möchte, wenn sich dieser als nächster Kanzlerkandidat aufstellen lassen will, gab eine eher melanklütrig machende Vorstellung ab, die nichts Gutes erahnen ließ, sollte er je das ersehnte Amt bekleiden.
Immerhin kannte er Herrn Strittmatter nicht, der über die 'Wirtschaftsförderungsgesellschaft' die Stadt in der Metropolregion Hamburg vertritt!? Ein wenig erfolgreicher Mann nach dem Desaster der IBA und der Olympiabewerbung, die uns über 10.000.000,- Euronen gekostet hat. Man stelle sich mal diese Summe in Großlohe investiert vor!?
Seine beiden Adlaten, die Rahlstedter SPD-Top-Leute Buschhüter und Wysocki machten, so leid es mir tut, ihre Sache auch nicht viel besser. Echte Polit-Kasper!
Aber nun zum Abend und dessen 'Ergebnissen':
90 Minuten hatte man vorgesehen, um sich mit all den drängenden Fragen Großlohes zu beschäftigen. Daß das Problem Victoria-Park ein wichtiges sein würde, war dem Moderator Wysocki klar, so daß er die wenigen weniger dringlichen vorziehen wollte, was ich zunächst auch gut fand, da man dann mehr Zeit für unsere Forderungen haben würde.
Allerdings war ich da auf genau dem aalglatten Holzweg, auf den man uns führen wollte, denn alle Drei nutzten eben diese Fragen, um möglichst Zeit zu schinden zuungunsten des Gewerbegebietes.
Die erste Frage allerdings, die sich um die Zukunft des Freibades hier drehte, war tatsächlich eine wirklich wichtige und brachte auch Antworten hervor, die erhellend für unser Problem waren, da sie die DENKWEISE dieser Herrschaften intensiv erleuchtete.
Das war das einzige Thema, wo Herr Dressel mal etwas mehr dazu sagte. Aber es kam Eines deutlich zum Vorschein: Auch HIER ist der Entschluß des Abrisses längst gefaßt, wobei er dieses natürlich nicht direkt sagte, sondern ausgiebig darum herum laberte!
Das Ganze sei immer noch nicht abschließend geklärt. Man benötige immer noch Informationen und würde selbstredend intensiv mit den betroffenen Bürgern zusammenarbeiten! Klar! Was sonst?
Allerdings stellte er fest, daß es sich eine Stadt nicht leisten könne, so große Flächen nur kurze Zeit im Jahr nutzen zu können, während sie den Rest des Jahres still liegen würden. Außerdem würde, sollte es soweit kommen, das Bad erst geschlossen werden (etwa 2018), wenn auch tatsächlich Ersatz vorhanden sein würde. Dafür führte er aus Altona die Schließung des Bismarck-Bades an, das trotz großer Proteste doch so erfolgreich durch das neue Bad 'Festland' ersetzt worden sei.
Als Ersatz sei ein ganzjährig nutzbares Außenbecken neben dem derzeitigen Hallenbad in Rahlstedt geplant!
Um uns dann aber noch einen Bonscher hinzuwerfen, stellte dieser Mann fest, daß man doch gedenke, die Stellau, die dort derzeit kanalisiert verlaufen würde, wieder zu renaturieren und dadurch einen neuen Freizeitwert zu schaffen. Zitat: "Die Grünanlagen sollen wieder ERLEBBAR werden." Hört sich an wie beim Victoria-Park!
Und "Wohnungsbau dort wäre DENKBAR." Und wenn ja, dann gäbe es dort natürlich auch ein paar SOZIALWOHNUNGEN.
Klar, dadurch werden wir Alle sehr beruhigt sein, und begeistert diesen Plänen (Beschlüssen am Volk vorbei) zustimmen! Ungefähr so, wie die 'Sozialwohnungen' in der HafenCity!
Die Stadt möchte, in trauter Zusammenarbeit mit Warnholz (CDU), der schon früher damit unangenehm aufgefallen war, diese Filetstücke zu Geld machen! Immobiliengier gegen den Freizeitwert und die Gesundheit der Bevölkerung. Bravo!
Ich frage mich aber auch da, warum dann nicht ALLE FREIBÄDER dichtgemacht werden, denn auch die anderen können ja große Teile des Jahres nicht genutzt werden!? Da wäre zB das in der Bundesstraße im reichen Eimsbüttel u.v.a.m.
Die Flüchtlingsfrage konnte vergleichweise schnell abgehandelt werden, wobei Dressel großherzig verkündete, er würde ALLES DARANSETZEN, daß ALLE STADTTEILE, darunter auch das Alstertal, Blankenese oder Nienstedten, ihren Anteil bekommen würden! Da sein Wahlkreis das extrem reiche Alstertal ist, muß er sich da aber mächtig anstrengen, denn seine Wähler dort werden damit gar nicht glücklich sein! Dressel: "Es wird eine Art STADTTEILSCHLÜSSEL geben." Männo, bin ich jetzt beruhigt!
Bei dem Thema 'Zustand der Radwege' allerdings wurde es richtig spannend. Hier waren Buschhüter und Wysocki in ihrem Element. Sie gaben sogar zu, daß es viele Wege gäbe, die in keinem wirklich guten Zustand seien, ABER man könne und DÜRFE ja auch auf der Straße fahren!
Hier nutzten die Beiden, uns über viele Minuten hinweg sogar die Verkehrsregeln bezüglich des Radfahrens auf öffentlichen Straßen aufzuklären! Die waren so froh, damit mächtig Zeit schinden zu können.
Zwischendurch geschah noch ein 'Attentat' auf die Politiker, denn die hinter ihnen stehende Werbetafel kippte auf sie drauf. Das löste natürlich Heiterkeit aus, und Buschhüter fragte mich, ob ich das fotografiert hätte. Leider hatte ich mein Handy so schnell nicht schußbereit, was natürlich ärgerlich war.
Noch ein oder zwei weitere Fragen und wir kamen endlich zum Hauptthema, dem Victoria-Park.
Hierbei zeigte sich Herr Dressel unglaublich uninformiert, wobei ich aannahm, daß er nur so tat, um sich ein wenig aus der Schußlinie zu halten. Immerhin hatte ich ihm schon vor ein paar Tagen meine Streitschrift zugeschickt (was er kurz bemerkte), damit er Gelegenheit hätte, sich ein wenig vorzubereiten. Dafür schaute er immer mal wieder auf sein Handy, auf dem er, wie er meinte, sich noch einmal das 'Gutachten' ansah! Nun ja! Hätte er vielleicht besser vorher tun sollen!
Im Grunde kamen auch da wieder nur die gängigen 'Argumente', statt dessen sprach er über viele Minuten über die Verantwortlichkeiten der Politiker der Stadt gegenüber, wobei die Belange der Wähler (Bewohner) leider zurückzustehen hätten, zumal ja (damit mag er recht haben, beruhigt aber nicht wirklich) dann in allen Stadtteilen die gleichen Argumente kämen, egal, ob es sich um Flüchtlinge oder Gewerbe handeln würde. Unterstützt wurde er eloquent von Wysocki.
Daß auch hier wieder die sowieso schon belasteten Stadtteile stärker herangezogen würden, begründete er damit, daß es eben auch die wären, in denen es noch Freiflächen gäbe, die genutzt werden könnten und müßten!
Natürlich wurden auch all die tollen Arbeitsplätze erwähnt, die da entstehen würden, allerdings auf die Nachfrage wegen der tatsächlich entstandenen im Falle des Merkur-Parks und den Versprechungen der Jebens, relativierte Herr Wysocki seine eigene Aussage mir gegenüber. Diese vom Investor genannten Zahlen seien NUR als Nummer in den Raum gestellt worden, "UM DRUCK AUF DIE POLITIK AUSZUÜBEN"! Dieses sei aber bei den späteren Planungen zusammen mit der Stadt relativiert und mehrfach überarbeitet worden.
DAS beruhigte mich keineswegs, denn damit bestätigt er, daß die Jebens die Stadt und unsere Behörden damals klar über den Tisch gezogen haben und die Politik sich voll hat verarschen lassen!
Dressel warf ein, man habe ja heute bessere Möglichkeiten, und das Nichteinhalten von Verträgen durch den Investor sei sogar STRAFBEWERT!
Darf man da fragen, wie hoch eben diese Strafen sein werden und wie man eventuelle Brüche denn wieder umkehrbar machen will, wenn zB die Gebäude erst einmal da stehen? Wir können und müssen sicherlich davon ausgehen, daß diese Konventionalstrafen von den Jebens und Anderen aus der Portokasse bezahlt werden könnten. Und wir kleinen Bürger dürfen das Ganze dann auslöffeln, da ja die verantwortlichen Politiker in besseren Gegenden wohnen, wie zB Herr Dressel!
Auch war man wieder dabei, uns zu erklären, daß auch Betriebe, die nur innerhalb von Hamburg umziehen wollten, sich ja vergrößern und damit MÖGLICHERWEISE neue Arbeitsplätze für Hamburg schaffen würden.
Daß Hamburger auch in Stormarn arbeiten könnten und es auch tun, genauso, wie Menschen aus Schleswig-Holstein in Hamburg beschäftig sind, erwähnte man lieber nicht.
Das Einzige, was einigermaßen stichhaltig war, ist die GEWERBESTEUER, die ja in Hamburg anfallen müsse, dabei führte Dressel zum Beispiel in Norderstedt Beiersdorf mit TESA an, die er lieber in Hamburg behalten hätte. Bloß er vergißt, daß TESA dort schon seit ewigen Zeiten beheimatet ist. Und man könnte, wie ich das mal in meiner Naivität denke, auch Anteile der Gewerbesteuer bekommen, wenn man interkommunale Gewerbegebiete zB nur auf schleswig-holsteinischem Boden errichten würde, denn man würde sich ja an allen baulichen Maßnahmen beteiligen können. Ist doch schließlich ein Teil der METROPOLREGION HAMBURG! Wo ein Wille wäre, wäre sicherlich auch ein Weg! Sehen wir ja an uns hier!
Auf meine Frage, ob es einen Plan B gäbe, wenn, wegen Verkaufsverweigerung durch die Bauern, die Stapelfelder Seite mit dem Minerva-Park nicht gebaut werden könne, meinte Dressel, das Gebiet würde auf jeden Fall bebaut werden, da Hamburg dringend Gewerbegebiete brauche.
Als darauf die Frage mit den leerstehenden Flächen in ALLEN Gewerbegebieten hier aufkam, ließ er sich dazu herab, festzustellen, daß die Stadt eben "GEWERBEGEBIETE VORHALTEN MÜSSE!"
Und dann gab es noch eine weitere nette Sache durch Herrn Dressel, was die Bebauung des Gebietes betraf.
Während noch vor einer Woche Herr Buschhüter behauptete, wir Bürger könnten die Bauhöhe der Einrichtungen beeinflussen, zum Beipiel am Rand nur einstöckig (5 m pro Stockwerk), stellte Dressel fest, daß man wegen PLATZEFFIZIENZ durchaus 5 oder noch mehr Stockwerke hoch gehen könne und MÜSSE!
Das Fazit dieses Abends ist, daß es für die Politik jetzt schon feststeht, daß das Gewerbegebiet gebaut wird. Ein paar kleine kosmetische Veränderungen vielleicht eingeschlossen! Man baut auf den WILLEN DER BEVÖLKERUNG, sich diesem Diktat unterzuordnen und sich an der KOSMETIK zu beteiligen, damit man behaupten kann, man habe MIT DEN ANWOHNERN ZUSAMMENGEARBEITET!
Hier wird zum Wohle von Großinvestoren, sowohl beim FREIBAD als auch dem VICTORIA-PARK voreilig gehandelt Die uns vorgesetzten 'Argumente' sind extrem fadenscheinig!
Herr Wysocki wiederholte eine Bemerkung, die er schon mir gegenüber auf seinem eigenen Bürgerabend machte, daß er bisher noch KEINE SCHLÜSSIGEN GRÜNDE GEGEN DAS GEBGIET GEHÖRT HABE! Nun ja, lieber Herr: 50 Seiten sollten auch einem Mann wie Ihnen eigentlich genügen, oder?
Immerhin gab Herr Dressel noch etwa 20 Minuten von seiner kostbaren Zeit zusätzlich. Unser Dank wird ihm ewig nachschleichen.
Ihr lieben SPD-POLITIKER, ihr von den GRÜNEN, der CDU, der FDP und DEN LINKEN:
BEI DER NÄCHSTEN WAHL WIRD ES KEINE SCHLÜSSIGEN GRÜNDE GEBEN, EUCH ZU WÄHLEN, DENN IHR VERTRETET NICHT UNSERE INTERESSEN!
BITTE BLEIBT IN ZUKUNFT BEI WAHLEN WEG VON GROSSLOHE!
VERTRETER WIE EUCH KÖNNEN WIR WIRKLICH NICHT GEBRAUCHEN!
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