Mehr Platz im Patrizia Kinder-Haus

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Prof. Dr. h.c. Hannelore Greve (M.) mit ihrer Tochter Eva-Maria Greve und Henning David-Studt, Geschäftsführer des Wilhelmstifts, bei der Schlüsselübergabe Foto: Grell
 
Das Patrizia Kinder-Haus hat eine Aufstockung erhalten. Jetzt gibt es mehr Raum für chronisch kranke Kinder und deren Familien Foto: Grell
Hamburg: Liliencronstraße 130 |

Neubau ermöglicht bei chronischer Krankheit Unterbringung von Familien

Von Karen Grell
Rahlstedt
In der vergangenen Woche fand am Kinderkrankenhaus Wilhelmstift ein kindergesundheitlicher Neujahrsempfang statt. Im Rahmen der Veranstaltung eröffnete das Krankenhaus Wilhelmstift auch sein umgestaltetes und großzügig erweitertes Patrizia Kinder-Haus. Das Nachsorgezentrum vom Wilhelmstift und seiner Stiftung „SeeYou“ ist für Kinder gedacht, die an chronischen Erkrankungen wie bronchialem Asthma, Neurodermitis oder Epilepsie leiden und regelmäßig auf längere Aufenthalte im Krankenhaus angewiesen sind. Seit 2008 haben hier im Haus über 400 Schulungen für fast 3.000 chronisch kranke Kinder stattgefunden und bis heute konnten so etwa 15.000 Kinder unterstützt werden.

Neubau mit eigener Schulungsstation

Der Neubau bietet nun diesen jungen Patienten eine eigene Schulungsstation und zudem die Unterbringungsmöglichkeit in Eltern-Appartements, in denen weit angereiste Angehörige ihre Kinder so seelisch besser unterstützen können. Die Räume sind gemütlich möbliert und erinnern auf den ersten Blick eher an das eigene Kinderzimmer, als an ein Krankenhaus. Familien und Kinder, die länger dort bleiben müssen, sollen sich durch die Umgestaltung wohlfühlen können.
Mit den Geschäftsführern Dr. Sönke Siefert und Henning David-Studt freute sich auch die Familie Greve über die Eröffnung. Als größter Förderer hat die Familie Greve die gesamten Kosten der Aufstockung des Gebäudes in der Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrags übernommen. Die Eröffnung des Gebäudes bezeichneten die Geschäftsführer als „Meilenstein für das Krankenhaus“, getreu dem Motto der Stiftung: „Bis das Leben gelingt“.

Medizin für und mit Migranten

„Medizin für und mit Migranten“ lautete das Thema der ersten Veranstaltung anlässlich der Eröffnung des nun erweiterten Kinder-Hauses. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Besonderheiten die Behandlung von Patienten aus anderen Kulturkreisen mit sich bringe und wie sich ethische Konflikte während der Behandlung vermeiden lassen. Diskutiert wurde dabei die Thematik von Chancen und Risiken einer Medizin für Migranten. Wichtig seien hier die gleichen Zugangsmöglichkeiten zur gesundheitlichen Versorgung als Bestandteil von Integration.

Unterschiedliche Kulturkreise

Unabhängig von der Biografie und dem kulturellen Hintergrund werde im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift jedem Patienten die notwendige medizinische Versorgung geboten und „die Begegnung von Ärzten und Patienten aus unterschiedlichen Kulturkreisen gehört bei uns zum Alltag“, sagte Geschäftsführer Dr. Sönke Siefert. Gastrednerin Aydan Özoguz betonte, wie wichtig die medizinische Versorgung für eine Integration von Kindern und Jugendlichen mit familiärer Migrationsgeschichte sei: „Gerade die körperliche und seelische Gesundheit hat Einfluss auf alle Lebensbereiche des Menschen und ist wichtig für die Lernfähigkeit und das Sozialverhalten“, so die Integrationsbeauftragte.
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