Mini Demo, Maximale Aufregung

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Massentierhaltung abschaffen! Linus Thielen (stellv. Landesvorsitzender Schleswig Holstein) mit der zweiten Vorsitzenden Hamburg, Svenja Walter auf der Veggieworld Messe
(Flensburg) Eine 16-köpfige Schülerdemonstration, organisiert von Kindern der fünften Klasse (!!!) der Auguste Viktoria Schule, hat Anfang März nicht nur in Flensburg hohe Wellen geschlagen.

Der Kreisbauernverband Flensburg hatte im Vorfeld der kleinen Demonstration bereits in einem offenen Brief versucht, die Mobilisierung der Kinder zu unterbinden und Druck auf die Schule ausgeübt.
Die Kinder der 5b hatten die Idee zur Demonstration selbstständig entwickelt, eine Mutter hatte sich als offizielle Anmelderin zur Verfügung gestellt. Bedauerlicherweise soll Schulleiter Markus Eckert sich dem Druck der Bauernlobby gebeugt und seinen Schülern nahegelegt haben, nicht an der Demonstration teilzunehmen.

Für die Tierschutzpartei ein Skandal erster Güte.
Die Fleisch-Lobby instrumentalisiert einen Schulleiter, um kritische Stimmen zur abscheulichen Massentierhaltung verstummen zu lassen.

“Besonders wenn junge Menschen sich engagieren und ihre demokratischen Rechte vielleicht erstmals öffentlich nutzen wollen, so ist es wirklich erbärmlich, dass hier Druck seitens der Wirtschaft auf diese Kinder ausgeübt wird.” sagt der Flensburger Linus Thielen, stellvertretender Landesvorsitzender der Tierschutzpartei und Listenkandidat 3 zur Bundestagswahl.

„Einige Kinder haben dennoch mit selbst gebastelten Plakaten „Für Mensch und Tier streiken wir!“ und „Stoppt die Tierquälerei!“ in der Innenstadt demonstriert und sich der Beeinflussung durch Bauernverband und Schulleitung widersetzt. “

Die Tierschutzpartei sieht das Bildungsministerium nach diesem Eklat in der Pflicht, die Lobbyverbände auszubremsen, sich schützend vor den freien Willen der Kinder zu stellen und gegebenenfalls ein Machtwort zu sprechen.

„Wie stehen Sie dazu, dass Schüler unter Druck gesetzt werden, um ihre Meinung nicht frei zu äußern?” fragt Thielen in einem Appell an die Bildungsministerin Britta Ernst.
Ein solcher Eingriff in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit durch einen Schulleiter hält die Tierschutzpartei für absolut kontraproduktiv und brandgefährlich.

“In Zeiten von Politikverdrossenheit, gesellschaftlichem Rechtsruck und Lobbyismus ist jedes Engagement von Kindern und Jugendlichen absolut zu begrüßen! Wenn die Fleischindustrie es nötig hat, das Versammlungsrecht von 11-Jährigen Kindern zu unterbinden, dann spricht dies Bände über die Dünnhäutigkeit dieser auf Tierleid aufbauenden Industrie.” so Jan Zobel, Bundesgeschäftsführer der Tierschutzpartei aus dem benachbarten Bundesland, Hamburg.

Die Tierschutzpartei fordert die Ministerin für Schule und Berufsbildung, Britta Ernst (SPD) auf, Tierschutz- und Tierrechte zum festen Bestandteil von Lehrplänen, Prüfungen, Unterrichtsmaterialien und der Lehrer-Ausbildung zu machen.
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Antonietta Tumminello aus Ahrensburg | 22.03.2017 | 08:13  
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