Öffentlich rechtliche Unterbringung in Farmsen - LINKE fordert zukunftsweisendes Konzept ohne strukturelle Hindernisse

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In der Bezirksversammlung Wandsbek am 21.02.2013 wurde die Thematik der geplanten öffentlich-rechtlichen Unterbringung von 318 Wohnungslosen und Flüchtlingen in Farmsen debattiert.

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Hamburg kommen, nimmt stetig zu. Wandsbek als größter Bezirk hat bis jetzt einen vergleichsweise kleinen Teil zur öffentlichen Unterbringung beigetragen, nun sollen in kürzester Zeit 318 Wohnungslose und Flüchtlinge in Farmsen auf dem Gelände von fördern und wohnen untergebracht werden.

DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek sieht die Notwendigkeit der öffentlichen Unterbringung und stimmt deshalb der befristeten Unterbringung in Farmsen zu.
Gleichzeitig kritisiert die Linksfraktion jedoch, dass das derzeitige Problem durchaus politisch verschuldet ist.

Julian Georg, Fraktionsvorsitzender, betonte in der Debatte: „Die Flüchtlingszahlen steigen nicht erst seit gestern. Hamburg hat die Zeit niedriger Flüchtlingszahlen nicht genutzt, um neue, nachhaltige Konzepte der Flüchtlingsunterbringung zu entwickeln. Eine erfolgsversprechende Integration kann in öffentlichen Unterbringungen dieser Größenordnung nicht gelingen, mittelfristig muss das Ziel sein, Flüchtlingen eine Unterkunft in eigenen Wohnungen zu ermöglichen.“

Die Linksfraktion kritisiert auch die Planungen für die öffentliche Unterbringung in Farmsen.

Anke Ehlers, Abgeordnete aus Farmsen und für die Linksfraktion im Auschuss für soziale Stadtentwicklung: „ Viele Menschen, die in der Unterkunft eine Zuflucht finden, erlebten in ihren Herkunftsländern Verfolgung und Gewalt und sind schwer traumatisiert. Sie möchten ein würdevolles Leben führen und brauchen verlässliche Strukturen und Unterstützung. Dies kann mit einem so niedrigen Betreuungsschlüssel nicht gelingen, wir fordern eine höhere, solide und fachkundige Betreuung durch sozialpädagogisch geschultes Personal.“

Die Linksfraktion fordert, dass die öffentlich-rechtliche Unterbringung nur eine Übergangslösung darstellt und die Flüchtlinge nach der vorgesehenen Verweildauer von drei Monaten in eigene Wohnungen vermittelt werden, so wie es z.B. in Bremen der Fall ist.
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