Ortskernplanung für Rahlstedt vorgestellt

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Auch der Spielplatz im Boizenburger Weg ist in die Jahre gekommen Foto: Glitz
Hamburg: Boizenburger Weg |

Bereich Boizenburger Weg und Mecklenburger Straße soll aufgewertet werden. Anwohner bringen Vorschläge ein

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
„Der Ortskern im Bereich Boizenburger Weg und Mecklenburger Straße hat an Attraktivität verloren“, erklärte Bernd Baumgarten vom Bezirksamt Wandsbek den Hintergrund der Modernisierungspläne. Dafür stünden Mittel aus dem Stadtentwicklungsprogramm RISE zur Verfügung. Voraussetzung sei ein Baubeginn bis Ende des Jahres 2017, zumindest aber erste Vorbereitungsarbeiten in Rahlstedt. „Heute wollen wir die Anliegen der Betroffenen aufnehmen“, so Baumgarten. Etwa 50 Gäste waren in die „Parkresidenz“ an der Rahlstedter Straße gekommen.

Offener und heller

Im Boizenburger Weg soll es einheitliche, moderne Oberflächen geben. Die Fußgängerzone soll barrierefrei sein. Geplant sind neue Fahrradbügel, Bänke und Spielgeräte sowie eine bessere Beleuchtung. „Dabei gibt es einige Sachzwänge, vor allem den Höhenunterschied von drei Metern“, so Planer Jörg Müller. Der Baumbestand soll bleiben, ebenso die Eingänge der Geschäfte. Und: Es muss Platz für die Feuerwehr bleiben. „Alles wirkt im Moment eng und verwinkelt und auch ziemlich dunkel“, so Planerin Christiane Mahnke. Ihre Idee: Die Bäume sollen zurückgeschnitten werden, damit die Läden besser zu sehen sind. Ähnlich soll auch im Bereich Mecklenburger Straße vorgegangen werden, damit der Eingang zum Rahlstedt-Center besser zur Geltung kommt. Neue Schilder sollen her und der Spielplatz soll aufgewertet werden. „Kein großer Wurf, aber ein Anfang“, so Baumgarten. Es folgte eine lebhafte Diskussion über einzelne Ideen.

Rundbank und Bodenbelag

Auf breite Zustimmung stieß der Planervorschlag, die Rundbank im Boizenburger Weg weiter in Richtung Center zu verlegen. So würde endlich eine Schmuddelecke verschwinden, meinten Geschäftsleute und Anwohner. Auch das Unterholz am Spielplatz könne weg. Heftig gestritten wurde über die Vorbauten am Eingang der Fußgängerzone. Außengastronomie belebe die Straße, es sehe aber nach Bretterbude aus. Eine Mitarbeiterin der Braaker Mühle widersprach dem. Diskutiert wurden auch eine Verlegung der Bushaltestelle in der Mecklenburger Straße sowie ein direkter Zugang zum Center. „Wir haben in Rahlstedt schon zu viel grau“, begann ein Teilnehmer die Diskussion über die Farbe des künftigen Bodenbelags. Der soll eigentlich grau sein wie am Helmut-Steidl-Platz. Viele meinten Rot sei wärmer und norddeutscher.
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