Plan für „Große Heide“ vorgestellt

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Plan für Große Heide: Moderatorin Mone Böcker Foto: rg
Hamburg: Stapelfelder Straße |

Das Naherholungsgebiet soll als Ausgleich zum Viktoriapark dienen

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Es gehe nicht um die geplanten Gewerbegebiete Viktoriapark und Minervapark – das machten Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und der Stapelfelder Bürgermeister Jürgen Westphal gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Es ging darum, Ideen für die Ausgleichsfläche zwischen Großlohe, Stapelfeld und der Autobahn 1 zu sammeln – die „Große Heide“. Etwa 100 Bürger waren in die Grundschule Neurahlstedt gekommen, die meisten aus dem Stadtteil, viele aber auch aus dem benachbarten Stapelfeld.

Naherholung und Naturschutz

„Große Heide“ – der Name tauche bereits auf einer Karte aus dem Jahr 1796 auf, erklärte Moderatorin Mone Böcker: „Heide stand damals für die Allmende, eine gemeinsam genutzte Fläche“. Das passe im Zusammenhang mit einem interkommunalen Gewerbegebiet, fanden die Planer. Ziel der Veranstaltung sei es, Ideen für die Ausgleichsfläche zu finden, um Naherholung und Naturschutz zusammenzubringen. Für konkrete Ideen würden Fördermittel beantragt. Zwei Workshops mit etwa 30 bis 40 interessierten Bürgern sind geplant, im Juli soll ein Konzept stehen. Die Teilnehmer der Workshops sollen möglichst alle Nutzer der Großen Heide abbilden: Vom Spaziergänger bis zum Landwirt, vom Reiter oder Jogger bis zum Naturschützer. Das seien doch fast alles private, landwirtschaftliche Fläche und über die könne man doch nicht bestimmen, argumentierte ein Anwohner. „Kann nicht einfach alles so bleiben, wie es jetzt ist?“, fragte eine Frau. Spätestens in zehn Jahren würde diese Ausgleichsfläche doch sowieso bebaut, argumentierten Andere und ernteten Applaus.

Gegner sprechen von „Farce“

Dem widersprach Arne Klein vom Bezirksamt Wandsbek: „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht!“ Es werde in der Großen Heide keine weitere gewerbliche Entwicklung geben, auch nicht in zehn Jahren. Im Übrigen schütze eine gute Nutzung das Grün vor einer Umwidmung. Dann kamen doch zahlreiche Vorschläge zusammen: Sitzbänke, neue Rundwege, ökologische Landwirtschaft oder renaturierte Wasserläufe, eine bessere Anbindung an das Naturschutzgebiet Höltigbaum, ein Übergang über die A 1. Gegner des Gewerbegebietes nannten die Veranstaltung „eine Farce“.

Weitere Vorschläge bis 1. März unter Landschaftsaufbau Große Heide –Entwicklung der Rahlstedter und Stapelfelder Feldmark

Bürgerinfo: Präsentation Große Heide (pdf-Download)

Lesen Sie auch: Initiative gegen geplanten Viktoriapark scheitert
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1 Kommentar
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 25.01.2017 | 20:30  
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