Ponykarussell auf dem Hamburger Dom: Tierquälerei für den Profit

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Tierschutzpartei protestiert. v.l. Jan Zobel - Landesvorsitzender, Martin Buschmann - stv. Generalsekretär, Reiner Bent - Human Animal Rights / Tierschutzpartei NRW, Svenja Walter - 2. Landesvorsitzende Hamburg
 
Auch Hugo sagt "Nein zu Tierquälerei!"

Tierschutzpartei fordert: Ponykarussell verbieten - jetzt!

Ab Freitag, den 24. März 2017 bis Sonntag, den 23. April 2017 findet der Hamburger Frühlingsdom statt. Nach der erfolgreichen Dom-Saison 2016 mit insgesamt ca. 7,5 Millionen Besuchern blicken die Veranstalter optimistisch in das Jahr 2017. Bei schönem Wetter könnte die hohe Besucherzahl aus dem Vorjahr sogar nochmal überboten werden. Rund 250 Schausteller sorgen auf dem 160.000 Quadratmeter großen Heiligengeistfeld für ausgelassenen Spaß und viel Freude für Groß und Klein.

Ein Fahrgeschäft jedoch trübt dieses schöne Bild. Das Ponykarussell “Alt Wien” wirkt auf dem Hamburger Dom wie ein Relikt aus schlimmsten vergangenen Zeiten. Hochempfindliche und intelligente Tiere werden als Fahrgeschäfte missbraucht und zum stundenlangen Laufen im Kreis gezwungen.

Im November 2016 haben Tierschützer und Tierrechts-Aktivistinnen 10.500 Unterschriften für ein Verbot des Ponykarussells auf dem Hamburger Dom gesammelt und der Hamburger Bürgerschaft übergeben.

Deutschlandweit ist in vielen Städten die Präsentation von Wildtieren, zum Beispiel als Ponykarussell, längst untersagt. In Hamburg kämpfen Tierschützer und Tierrechtler seit Jahren für ein Verbot. Die Tierrechtsinitiative Hamburg ist bei dieser Kampagne federführend und demonstriert regelmäßig gemeinsam mit anderen Organisationen (darunter auch gelegentlich die Tierschutzpartei) gegen diese antiquierte Tierquälerei.

Auf der Facebookseite der Tierrechtsinitiative Hamburg heißt es dazu:

“Auf dem Frühlingsdom dürfen die Ponys der Schaustellerfamilie Kaiser wieder stupide ihre Runden drehen, um "Kinderaugen zum Leuchten zu bringen..." Dabei sind Ponykarussells weder zeitgemäß noch für Kinder pädagogisch wertvoll, sondern lassen lediglich die Kasse des Betreibers klingeln. Das stundenlange im Kreis laufen, noch dazu unter dem Einsatz von Ausbinderzügeln, die den Kopf der Tiere dauerhaft nach unten ziehen, führt bei den Tieren nicht nur zu chronischen körperlichen sondern auch zu psychischen Beeinträchtigungen. Darüberhinaus ist eine lärmende Umgebung auf Volksfesten nicht der richtige Ort für diese empfindsamen Fluchttiere.

Aus diesem Grund werden wir an allen 5 DOM-Sonntagen von 15h bis 18h gegen diese fragwürdige Art der Kinderbespaßung demonstrieren und die DOM-Besucher informieren.”
Quelle: https://www.facebook.com/TierrechtsinitiativeHambu...

Die Tierschutzpartei unterstützt diesen friedlichen Protest und spricht den Aktivistinnen der Tierrechtsinitiative den größten Respekt und Dankbarkeit aus, dass Sie Sonntag für Sonntag protestieren und auf dieses unsägliche “Fahrgeschäft” aufmerksam machen.

Auch die Bevölkerung lehnt Ponykarussells mit deutlicher Mehrheit ab: Eine Umfrage des Hamburger Abendblatts ergab im Juli 2016, dass 61% der Hamburger diese Tierquälerei für nicht mehr Zeitgemäß halten. Zu einem ähnlichen Ergebnis war eine Umfrage der GfK, im Auftrag von PETA Deutschland e.V. im August 2015 gekommen. Demnach vertraten rund zwei Drittel aller Deutschen, (64,9 %) die Ansicht, dass Ponykarussells auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten nicht tiergerecht sind. Lediglich 19 % aller Befragten waren der Ansicht, dass Ponykarussells weiterhin auf Jahr- und Weihnachtsmärkten zugelassen werden sollten. Die deutliche Mehrheit von rund 59 % sprach sich klar für ein Verbot aus.

“Die Tierschutzpartei lehnt jegliche Ausbeutung von Tieren grundsätzlich und kategorisch ab. Wir sind für die Streichung des Satzes in § 90a BGB, dass Tiere wie Sachen behandelt werden.
Im Winter 2020 tritt die Tierschutzpartei zur Hamburger Bürgerschaftswahl an. Ich hoffe inständig, dass der Hamburger Senat umgehend reagiert und der Forderung der Tierrechtsinitiative und der Mehrheit der Hamburger Bürger nachgibt und das Ponykarussell schnellstmöglich verbietet, und uns damit ein zentrales Wahlkampfthema raubt. Das Tierleid muss sofort enden!” so Jan Zobel, Spitzenkandidat der Tierschutzpartei bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September.
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4 Kommentare
13
Antonietta Tumminello aus Ahrensburg | 24.03.2017 | 07:24  
8
Jennifer Nielsen aus Mümmelmannsberg | 11.04.2017 | 17:00  
6
michael kippels aus Dulsberg | 09.05.2017 | 17:04  
8
Jennifer Nielsen aus Mümmelmannsberg | 09.05.2017 | 22:12  
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