Rahlstedt: Die Kugel rollt nicht

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Die Fläche an den Wandseterrassen ist den Boulespielern zu uneben Foto: rg
Hamburg: Hagenower Straße |

Boulespieler weiter unzufrieden mit Platz an Wandseterrassen

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Auch an diesem sommerlichen Sonnabend hat sich gegen die Mittagsezeit ein halbes Dutzend Boulefreunde an den Wandseterrassen versammelt (das Wochenblatt berichtete). Sie holen ihre Boulekugeln heraus und diskutieren, wo sie heute spielen sollen. Die übliche „Bahn“ befindet sich direkt an den Tischen und Stühlen des Restaurant „Schweinske“, und die sind heute alle besetzt. Also wählt man eine Spielfläche schräg durch die Bäume. Doch hier wächst unregelmäßig Gras, es gibt Gullys und Abflüsse. Und dann sind da natürlich die Bäume. „Irgendetwas funktioniert hier noch nicht, der Platz reicht nicht“, sagt Tobias Gohlis. Der Platz sei zu uneben und eine Standardbahn von 15 Metern Länge passe nicht auf die Fläche. „Die Sache ist noch nicht erledigt“, sagt Gohlis, der sich auch im Regionalausschuss Rahlstedt für eine feste Boulebahn eingesetzt hat.

Vorschlag abgelehnt

Der Vorschlag der Boulefreunde, die Bahn wie an diesem Tag schräg durch die Bäume zu legen und dafür einen Baum zu versetzen, wurde von der Lokalpolitik abgelehnt. Auch mit dem Hinweis, es sei eine Multifunktionsfläche für alle Rahlstedter. Gegenvorschlag des Gremiums: Die Bank neben dem neuen Spielgerät soll weg. „Das ist Unsinn. Die Eltern würden von den Karussell fahrenden Kindern getrennt, ohne dass eine ausreichend lange Bahn zum Boulespiel entstünde“, so Gohlis. Dabei würden die Spieler auch eine bearbeitete, ebene Bahn auf der kleineren Fläche in Richtung Parkhaus akzeptieren. Dort allerdings ist es abschüssig zur Straße. Und so halten die Boulefreunde ihren Vorschlag nach wie vor für gut. Auch ein Schild „Öffentliche Boulebahn“ halten sie für sinnvoll: Dann würden unter der Woche auch andere Rahlstedter spielen. Denn das Interesse ist groß, so die Erfahrung der Gruppe.

Ortskern würde belebt

Und auch die Filialleiterin des „Schweinske“ sei begeistert von einer festen Boulebahn. Denkbar sei sogar, dort Kugeln zum Ausleihen zu hinterlegen. Auf jeden Fall würde der Ortskern belebt. Wenn an den Wandseterrassen nichts passiere, müsse man in den
Liliencronpark, sagt Gohlis. „Dort gibt es aber kaum Passanten, mit denen wir ins Gespräch kommen können.“ Genau das sei den Spielern aber sehr wichtig. Und die Passanten nähmen das Angebot, spontan mitzuspielen, gerne an. Die Lokalpolitik hält das Problem für erledigt, mit Verweis auf die vorhandene Drainage und den Charakter einer Multifunktionsfläche. „Eine Turnierbahn war nie geplant“, sagt etwa Eckard Graage von der CDU: Und in Frankreich spielten die Leute auch auf Marktplätzen oder anderen unbefestigten Flächen.

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