Rahlstedter Hallenbad wird saniert

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Das leere Schwimmbecken in Rahlstedt Foto: Glitz
Hamburg: Rahlstedter Bahnhofstraße 52 |

Für die Sanierung und den Anbau investiert Bäderland 6,5 Millionen Euro. Neueröffnung für Februar 2018 geplant

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Es ist gar nicht so leicht, auf die Baustelle zu kommen. Der alte Eingang an der Seite des Hallenbades ist mit einem Bauzaun versperrt, zwei Arbeiter zertrümmern große Stahlbetonteile. Der künftige Eingang wird an die Vorderseite des Gebäudes verlegt. „Das wird einladender und offener sein. Und künftig kann man sich auch davor unterstellen, falls es regnet“, erklärt Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Der Kassenbereich, die Gastronomie und die Umkleiden sollen bleiben wie gewohnt. Neu ist aber ein Anbau, in dem eifrig gearbeitet wird: Das neue Kursschwimmbecken. Noch ist es ein betongrauer Rohbau. „Wir haben aber schon einmal Wasser eingelassen. Es hält“, sagt Dietel.

Gespenstische Stille

Über einen Mitarbeitereingang hinter dem Bad geht es dann in die Schwimmhalle. Es herrscht gespenstische Stille, keine Stimmen, kein Plätschern. Und auch kein Wasser: Rot-weißes Plastikband markiert das leere Schwimmbecken. Hier wird in den kommenden Monaten alles abgebrochen, alle Fliesen werden entfernt. Dann wird flächendeckend geprüft, ob der Beton noch in Ordnung ist oder repariert werden muss. Wasser, Wärme und Chlor haben dem Baustoff 45 Jahre lang zugesetzt. „Das wird hier nach der Sanierung alles schicker aussehen“, verspricht Dietel. Es werde neue Farben und Oberflächen geben, dazu Sitz- und Spielmöglichkeiten.

Spuren von 45 Schwimmbetrieb

Für den Beginn der Sanierung nutzt Bäderland bewusst die Sommerferien, wenn Schüler und Vereine Pause machen. Später müssen sie woanders schwimmen. Auch die Technik des Hallenbades wird erneuert, man setzt auf Energiesparen. Und diese Technik befindet sich im Keller des Gebäudes. Es ist dunkel hier unten, ein bisschen muffig und vor allem sehr eng zwischen all den Rohren und Leitungen. An den Wänden sieht man deutliche Spuren von 45 Jahren Betrieb. Offenbar ist das Becken doch nicht immer ganz dicht gewesen. „Da kommt einiges auf uns zu“, sagt Ali Moradi. Er ist nicht nur Bademeister, sondern kümmert sich auch um die Technik hinter den Kulissen des Bades. 

3,5 Millionen Euro Sanierungskosten

Im Februar 2018 sollen Kursschwimmbecken und Sanierung fertig sein. „Dann ist das Gebäude wie neu und technisch auf dem neuesten Stand, fit für die nächsten 30 Jahre“, sagt Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Rund 6,5 Millionen Euro werden in Rahlstedt investiert. Ein Neubau wäre mindestens drei Mal so teuer.

Weitere Infos: Bäderland Hamburg
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