S4 hat Priorität

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Die S4 bei der Jungfernfahrt 2011. Bevor die Züge jedoch regelmäßig zwischen Hauptbahnhof und Oldesloe verkehren, muss noch viel geklärt werden. Fotos: hbz

Bahnchef Grube: Planungen sollen im März 2013 vorliegen

Von Hubert Bätz

Rahlstedt. Der Wandsbeker CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke sprach über die geplante S4 mit Bahnchef Dr. Rüdiger Grube. Laut Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, wird das S4-Projekt in das Bundesprogramm 2012 - 2016 für die Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs aufgenommen. Dies bedeutet: Sobald alle Voraussetzungen dafür nachgewiesen sind, kann der Bund das Vorhaben mit Mitteln aus dem Bundesprogramm finanzieren.
Auch Bahnchef Dr. Grube machte deutlich, dass Schleswig-Holstein und Hamburg zwei besonders wichtige Bundesländer für die Deutsche Bahn seien. Die Investitionen der DB, z. B. auch die Zahl der Mitarbeiter, seien im Vergleich zu anderen Bundesländern hier besonders hoch. Deswegen werde auch, so Dr. Grube, „der Bereich der Investitionen in diesen Ländern mit besonderer Aufmerksamkeit geplant und die Umsetzung intensiv verfolgt“. Für Bahnhofsmodernisierung werden 2012 z. B. in Schleswig-Holstein 37 Millionen Euro, in Hamburg 92 Millionen zur Verfügung gestellt. Barriere und Stufenfreiheit sowie Toiletten stehen dabei im Mittelpunkt. Im Bahnknotenpunkt Hamburg, so erklärte Grube, „sei das S4 Projekt von außerordentlicher Bedeutung, weil es auch zu einer Entspannung des hoch belasteten Hauptbahnhofs führen wird“. Die S4 habe bei allen Planungen im Norden „ganz klar“ Priorität. Einig waren sich Grube und Klimke darin, dass die S4-Planer in jüngster Vergangenheit „etwas unglücklich“ gegenüber den Anwohnern und dem Rahlstedter Verein „Lärmschutz Rahlstedt“ agiert hätten. Nach Grubes Informationen sollen nun die endgültigen Planungen im März 2013 vorliegen. Dann soll es es öffentliche Anhörungen mit intensiver Einbeziehung der Anwohner an der künftigen S4-Trasse geben.
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