Schüler helfen Senioren

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Übergabe des Spendenschecks an „HelpAge“Foto: rg
Hamburg: Gymnasium Oldenfelde |

Gymnasiasten arbeiten für Großmütter in Afrika

Oldenfelde Eine stolze Summe steht auf dem riesigen, symbolischen Scheck: 7.364,47 Euro. Zusammengekommen ist das Geld beim „Sozialen Tag“ am Gymnasium Oldenfelde. Alle Schüler haben freiwillig gearbeitet, Rasen gemäht oder für alte Menschen eingekauft. Der „Lohn“ wurde gesammelt und gespendet. Jetzt wurde das Geld in der prall gefüllten Mensa feierlich überreicht. Die Schüler hatten sich mehrheitlich für „HelpAge - Alter ist Zukunft“ entschieden. „Im Jahr 2050 wird es weltweit zum ersten Mal mehr Alte als Kinder geben“, erläuterte Florence Lang von der 2005 gegründeten Hilfsorganisation. Jeder Mensch habe das Recht, in Würde und Wohlergehen zu leben. „Rund 100 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern haben weniger als einen Euro pro Tag zum Überleben, eine soziale Absicherung gibt es nicht“, so Lang.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, Projekte für alte Menschen auf den Weg zu bringen. „HelpAge“ ist nach eigenen Angaben Teil eines Netzwerkes mit 200 Partnern in 60 Ländern. Von den Spendengeldern gehe nur wenig in Verwaltung oder Öffentlichkeitsarbeit. Fast alles fließe in die Projekte zu den Themen Grundsicherung, Nothilfe, Wissensweitergabe und Anwaltschaft. Das Geld aus Oldenfelde geht an das Projekt „Jede Oma zählt“. Es hilft alten Frauen in Tansania, deren Kinder an Aids starben und die sich nun um die verwaisten Enkel kümmern. „Wir unterstützen sie mit Mitteln für Nahrung, Saatgut oder Schulgeld“, erläuterte Florence Lang. Zum Projekt gehöre auch psychosoziale Betreuung und Aufklärung über Aids. „Wir danken Euch für Euer Engagement“, sagte Mohamed Aattalah von HelpAge. Zum Abschluss bekamen die Gymnasiasten einen Film über das von ihnen unterstützte Projekt in Tansania zu sehen. Nach einem langen Applaus ging es in die wohlverdiente Schulpause. Der „Soziale Tag“ fand das vierte Mal statt. Die Spenden gingen in den Vorjahren an die Wasserinitiative „Viva con Agua“, die „Gelbes Dorf“ genannte Flüchtlingsunterkunft in der Rahlstedter Straße und das Obdachlosenprojekt „Mitternachtsbus“. (rg)
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