Texttafeln an markanten Gebäuden in Rahlstedt

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Blick auf das Gebäude, das in Grundstrukturen auf das Jahr 1705 zurückgehen soll Foto: rdm
Hamburg: Rahlstedter Bahnhofstraße 58 |

Neues Projekt des Kulturvereins: Mitglieder wollen Geschichte sichtbar machen



Von Reinhard Meyer
Rahlstedt
Ein besonderer Anlass führte Carmen Hansch, Werner Jansen und Ole Buschhüter vom Vorstand des Rahlstedter Kulturvereins zum Firmen Gebäude Giffey Partyservice an der Rahlstedter Bahnhofsstraße: Die offizielle Eröffnung einer wetterfesten Tafel mit zwei historischen Fotos von der Wassermühle und Text am Firmengebäude. Sie gibt Auskunft über die Geschichte dieses Standortes. In ihrem kurzen Grußwort dankte Carmen Hansch der Familie Giffey für die Anbringung der Tafel und für die Unterstützung bei der Finanzierung. 1705 wurde hier die Rahlstedter Wassermühle errichtet. 1889 wurde eine Dampf-maschine eingebaut. Edmund Hintze erwarb diese Anlage 1904. Er stellte sie 1907 auf Turbinenbetrieb um. Dem Abbau des Mühlenrades in den 1920igern folgte 1932 die Trockenlegung des Mühlenteichs zum Liliencronpark und der Umbau mit einem Zierteich. Der Mühlenbetrieb aber lief mit moderner Technik im Gebäude bis etwa 1985 weiter. Dann erwarb Heinrich Giffey für seine Firma diese besondere Immobilie. Die Tafel erinnert also an die Dorfgeschichte Rahlstedts, als die Wasserkraft eine besonders wichtige Quelle der Energiegewinnung war. Sie zeigt beispielhaft, wie sehr die fortschreitende Technisierung Gebäude und Landschaft hier in Rahlstedt veränderte.

„Tafel“-Reihe geplant

Wie hat sich diese Idee entwickelt? Bei Rundgängen durch Wandsbek wurde Carmen Hansch auf Gebäude aufmerksam, die zwar nicht unter Denkmalschutz standen, aber doch eine besondere Bedeutung für die Geschichte Wandsbeks hatten. Eine an den Gebäuden angebrachte Tafel gab darüber Auskunft. „Solche Tafeln an solchen Gebäuden wären doch auch in Rahlstedt sinnvoll“, so der Gedanke von Carmen Hansch. Aber Geschichte sollte auch visualisiert werden. Sie schlug dem Vorstand das Projekt „Geschichte sichtbar machen“ vor, ein Vorschlag, der einstimmig Billigung fand. Es geht darum, in den fortlaufenden baulichen, städtebaulichen Veränderungen Rahlstedts, besonders des Ortskerns, die Bürger mit Text und Bild auf die Geschichte Rahlstedts aufmerksam zu machen. Die Tafel an diesem Firmengebäude ist deshalb nur der Beginn einer ganzen „Tafel“-Reihe. Zu den weiteren „Kandidaten“ gehören beispielsweise das BiM, das Meiendorfer Parkhotel und das ehemalige Ortsamt in der Amtsstraße.
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