Tierschutzpartei Hamburg verurteilt politische Gewalt

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Der hamburger Landesverband der Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei blickt besorgt auf die Zunahme von Gewalt in der politischen Auseinandersetzung. So komme es immer häufiger vor, dass Sachbeschädigungen und sogar körperliche Übergriffe als Mittel des Wahl”kampfes” eingesetzt werden.

Schon bei den vergangenen Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin waren zahlreiche Plakate der Tierschutzpartei, offensichtlich durch Rechtsextremisten, zerstört worden. An einigen Stellen wurden zerstörte Plakate bereits in derselben Nacht durch Plakate der AfD oder der NPD ersetzt, dies legt den Verdacht nahe, es bestünde ein Zusammenhang zwischen der Zerstörung und der Neu-Plakatierung.

Als progressive Partei für ein friedliches Miteinander aller Geschöpfe, lehnt die Tierschutzpartei grundsätzlich jede Form von Gewalt entschieden ab. “Es gibt keine gute oder gerechtfertigte Gewalt. Auch wenn die Ziele und Gesinnung einiger Gruppen, wie der AfD, NPD oder anderer rechter Parteien inakzeptabel und menschenverachtend sind, wir müssen diese Strömungen mit demokratischen Mitteln bekämpfen. Angriffe gegen das Eigentum, die körperliche Gesundheit oder gar gegenüber unschuldigen Familien oder Tieren von missliebigen Politikern sind aufs Schärfste zu verurteilen.” so Jan Zobel, Spitzenkandidat der Hamburger Tierschutzpartei und Leiter des Landesarbeitskreises gegen rechts.

Zobel spielt damit auf einen aktuellen Vorfall im Kreis Stormarn an. Vor einigen Tagen wurden in Lauenburg Giftköder, beschmiert mit Leberwurst, auf das Grundstück einer AfD Kandidatin geworfen. Annette Walther von der AfD ist sich sicher, dass die Rattengiftköder im Zusammenhang mit ihrer politischen Gesinnung stehen. Die Tierschützerin betrieb eine Hundeklappe in Lauenburg und engagiert sich im Auslandstierschutz, derzeit kümmert sie sich um 7 Hunde, hauptsächlich aus Rumänien und Ungarn. “Irmgard, ein zwölfjähriger Terriermischling, muss seit einer Misshandlung mit drei Beinen klarkommen. Auch ein Mops mit Epilepsie gehört zu der Gruppe. Sie traf der Anschlag, gegolten hat er möglicherweise ihrer Halterin.” schreibt das Hamburger Abendblatt.

“Es ist mir absolut schleierhaft, wie jemand, der ein großes Herz für Tiere besitzt und sich so toll für die armen Seelen im Ausland einsetzt, sich als Direktkandidatin einer Partei wie der AfD aufstellen lassen kann, die auf Kaltherzigkeit, Ausgrenzung und Abschiebung setzt, ein anti-emanzipatorisches Frauenbild pflegt und zudem dafür bekannt ist, dass sie sich beispielsweise für die Jagdlobby engagiert. Für Tierschützer ist die AfD absolut keine Alternative! Jedoch bei aller Ablehnung und Verurteilung der politischen Einstellung, sollte sich bestätigen, dass dieser Anschlag tatsächlich einen politischen Hintergrund hat, dann ist ein trauriger Tiefpunkt in der politischen Auseinandersetzung erreicht. Die Tiere haben mit der Gesinnung ihrer Halterin absolut nichts zu tun. Ein solcher Angriff ist verabscheuungswürdig und durch nichts zu rechtfertigen.” so das Fazit von Jan Zobel.
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1 Kommentar
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Ulrich Dittmann aus Bad Oldesloe und Umgebung | 25.04.2017 | 21:29  
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