Tierversuchsanstalt macht dicht

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Das Geländer der Tierversuchsanstalt. Foto: zz
Barsbüttel. Die umstrittene Tierversuchsanstalt im Barsbütteler Ortsteil Willinghusen wird zum März nächsten Jahres geschlossen. Das Forschungszentrum heißt offiziell „Institut für Pharmakologie und Präklinische Arzneimittelsicherheit“ und liegt versteckt hinter dichten Sträuchern und Bäumen am östlichen Ortsrand von Willinghusen in der Nähe des Sportplatzes. Besucher sind hier unerwünscht. Dichte Zäune, Rundumkameras und Hundefreilaufzonen sorgen dafür, dass keiner, der dazu nicht ausdrücklich befugt ist, Zutritt hat. Noch in letzter Zeit war auf dem Firmengelände kräftig investiert worden. Für 23 Millionen Euro entstanden neue Büros und Labore. Und die Zahl der Beschäftigten stieg auf über 100 an. Grund für die Schließung ist ein Besitzerwechsel. Neuer Besitzer ist der japanische Pharmakonzern Takeda. Und der macht das, was eigentlich alle neuen Besitzer tun – sie sparen. Und daher wird das Forschungszentrum geschlossen. Gleichzeitig mit der Schließung werden auch die 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitslos. Was aus ihnen wird – darauf gibt es bisher keine klare Antwort. Und noch eines darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Die damaligen Gemeindevertreter hatten 2002, trotz der Proteste der Tierschützer, für den Bau gestimmt, weil damit Barsbüttel einen wichtigen Gewerbesteuerzahler bekam. Wenn im März die Tore des Forschungszentrums geschlossen und auch die allerletzten Mitarbeiter hier abgezogen werden, dann ist diese für Barsbüttel so wichtige Einnahmequelle versiegt. Denn noch in völlig unklar, was aus dem Gelände und den Gebäuden hier werden soll. (zz)
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