Profiboxer „Sascha“ im Jugendclub „Weissenhof“

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„Sascha“ zeigt den Jugendlichen seinen frisch erkämpften WBO-Gürtel Foto: tel
Hamburg: Rahlstedter Straße 50 |

Alexander Dimitrenko brachte seinen frisch erkämpften WBO-Gürtel mit und beantwortete geduldig alle Fragen der Kids

Von Michael Hertel
Rahlstedt
Ein bisschen wirkte er wie ein knuddeliger Brummbär inmitten der wuseligen Meute von Kindern und Jugendlichen. Fragen und Autogrammwünsche prasselten auf ihn nieder. Doch Alexander Dimitrenko (33), der wenige Tage zuvor in Malmö das schwedische Box-Idol Adrian Granats in Runde eins auf die Bretter geschickt hatte, blieb cool und geduldig.

Sparring mit Klitschko


Nicht zum ersten Mal besuchte der Profiboxer am Freitag den Jugendclub „Weissenhof“ an der Rahlstedter Straße 50. Und der inzwischen deutsche Staatsbürger mit elterlichen Wurzeln in Russland und der Ukraine kam mit einer klaren Botschaft an den multinationalen Nachwuchs im Rahlstedter Club: „Ich habe als Jugendlicher viel Blödsinn gemacht, dann aber meine Linie gefunden. Der Sport hat mich gelehrt, nie aufzugeben und diszipliniert zu sein“, berichtete der Zweimetereins-Mann. Ob er denn schon mal gegen Klitschko geboxt habe, wollte ein Jugendlicher wissen. „Nein, aber im Sparring haben wir schon die Fäuste gekreuzt“, antwortete der in Wandsbek wohnende Spitzensportler.

Internationaler Jugendtreff


Unter der Ägide der Iranerin Farideh Poursalim (58) finden am Rahlstedter Weg Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren aus aller Herren Länder zueinander (Öffnungszeiten: dienstags bis freitags und sonntags von 16 bis 20 Uhr). „Anfangs war das nicht leicht. Aber inzwischen funktioniert das immer besser“, erklärt die Leiterin des Clubs, die mit lediglich einer Vollzeitstelle auskommen muss. „Ohne das außerordentliche Engagement unserer Honorarkräfte würde ich das nicht schaffen“, erklärt Poursalim.

„Ich will Box-Weltmeister werden“


Bleibt zu hoffen, dass Alexander Dimitrenko, den sie im Jugendclub alle „Sascha“ rufen, noch häufig Gelegenheit hat, am Weissenhof vorbeizuschauen. „Der Kontakt zu den jungen Leuten macht Spaß und gibt mir Kraft.“ Und die Jugendlichen drücken ihm ganz fest die Daumen, damit „Sascha“ seinen Lebenstraum noch verwirklichen kann: „Ich will Box-Weltmeister werden.“
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