RSC und AMTV schließen Kompromiss

Anzeige
Marc Ahlers und Joachim Thunert vom RSC-Vorstand mit Cem Berk von der SPD (v.l.n.r.) Foto: rg
Hamburg: Scharbeutzer Str. 23 |

Zweiter Kunstrasenplatz an Scharbeutzer Straße – zwei Vereine können profitieren

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Die grundsätzliche Entscheidung, auf dem Gelände des Rahlstedter SC einen zweiten Kunstrasenplatz zu bauen, ist bereits gefallen. Finanziert ist das Projekt zumindest größtenteils. Unklar war allerdings, welcher Rasenplatz dafür genutzt wird. Ein Wörtchen mitzureden hatte dabei auch der AMTV. Denn der hat ein Nutzungsrecht für seine Leichtathleten auf dem Platz, der an die Polizeiwache grenzt. Das Problem: Speerwurf könnte auf Kunstrasen nicht betrieben werden – aus naheliegenden Gründen. In der vergangenen Woche trafen sich deshalb Vertreter von RSC und AMTV. „Es war ein sehr positives Gespräch, und wir haben eine Lösung erarbeitet“, sagte Marc Ahlers, Vorsitzender des RSC. Die Wahl für den Kunstrasen fiel nicht auf den Platz an der Bahnstrecke, sondern auf den mit Laufbahn, Kugelstoßkreis und Sprunganlagen.

Geringere Kosten

Hier seien die Kosten einfach geringer, es gebe eine funktionierende Drainage, Flutlicht und Zäune, so RSC-Chef Ahlers: „Und auch ein erstes Bodengutachten war positiv.“ Es würde nur der Rasen selbst ausgetauscht werden, die Leichtathletikanlage bliebe wie gehabt. Und dazu, so der Kompromiss, sollen die Speerwerfer den anderen Platz nutzen: Sie sollen dafür eine neue Anlaufstrecke bekommen. Zusätzlich soll die künftige Kunstrasenanlage für Wettkämpfe tauglich sein. „Das ist eine Verbesserung für Fußballer und Leichtathleten. Das ist gut für Rahlstedt“, sagte Cem Berk, Sportexperte der SPD-Bezirksfraktion. „Wir sind auf einem guten Weg“, kommentierte Peter Slama vom AMTV. Am meisten aber freuen sich die Fußballer des RSC.

Zweiter Platz zur Entlastung

42 Jugend- und acht Erwachsenenmannschaften drängeln sich derweil auf den Plätzen. Die Mitgliederzahl stieg in den letzten drei Jahren von 700 auf 1.110. Dauerregen und neugesäter Rasen sorgen dabei oft für Platzsperren. „Nur mit dem zweiten Kunstrasenplatz können wir die Überlastung der Plätze abbauen“, erklärte Marc Ahlers vom RSC. Das werde nicht nur die Spieler, sondern auch die mehr als 100 ehrenamtlichen Trainer und Betreuer motivieren. In den Sommerferien könnten die Arbeiten beginnen und etwa acht Wochen später fertig sein.

Spendenaktion läuft

Allerdings muss der RSC dafür noch einen Eigenanteil von rund 200.000 Euro aufbringen. Deshalb läuft eine Spendenaktion. Auf der Website www.rahlstedter-sc.de ist ein „Spendenbutton“ hinterlegt. Kontakt per E-Mail: ahlers@rahlstedter-sc.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige