14. Badetag in Entenwerder

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Gemeinsam sprangen die Elbschwimmer pünktlich um 15 Uhr ins Wasser. Die Tradition veranstaltet die Stadtteilinitiative bereits seit 15 Jahren Foto: Grell
Hamburg: Elbpark Entenwerder |

Stadtteil-Initiative lud traditionell ein: 50 Teilnehmer sprangen in die Elbe

Rothenburgsort Pünktlich um 15 Uhr stehen alle mutigen Schwimmer auf der Steintreppe im Entenwerder Haken um pünktlich gemeinsam ins Wasser zu springen. Über fünfzig Teilnehmer aus ganz Hamburg waren zum 15. Rothenburgsorter Elbebadetag gekommen, zu dem die Stadtteil-Initiative „Hamburgs Wilder Osten“ eingeladen hatte. Bei 19 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur fiel der Sprung in die kühle Elbe dann auch gar nicht so schwer. Dennis (15) war an diesem Sonntag zum ersten Mal beim großen Elbschwimmen dabei und auch gleich ganz begeistert von der Veranstaltung: „Das Wasser ist richtig warm und jetzt komme ich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder her“. Das meint auch Jan-Nicolas (23) aus Hamm, der sich gleich mit einem gekonnten Kopfsprung ins Wasser traute.

Wasserqualität wird regelmäßig gemessen

Der Hinweis auf Blaualgen, die hier in den vergangenen Tagen beobachtet wurden, konnte niemanden von der Teilnahme an der traditionellen Veranstaltung abhalten. „Die Wasserqualität wird regelmäßig gemessen und wurde für sehr gut befunden“, erklärt auch Ingo Böttger von der Stadtteil-Initiative. Das Auftreten der Blaualgen sei da nicht immer vorhersehbar. „Ich komme schon seit 15 Jahren zum Baden an die Elbe“, lacht Peter Behrendt (74), der sich noch an die Zeiten erinnert, als es beim Zollenspieker eine große Badeanstalt gab. Die Wasserqualität habe sich mit den Jahren immer weiter verschlechtert und das Baden in der Elbe sei irgendwann komplett verboten worden.

Geschlemmt und geschnackt

Unter dem Motto „Butterkuchen bei die Fische“ wurde am Hakenufer im Elbpark Entenwerder aber nicht nur fleißig geschwommen, sondern auch bei Kaffee und Kuchen mit netten Leute ausgiebig geklönt. Mit dem Badetag knüpft die Initiative auch an die Tradition an, die von 1930 bis in die 1960er-Jahre durch die Flussbadeanstalt Kaltehofe im eigenen Quartier lebendig war. Für Peter Behrendt wäre eine Badeanstalt an der Elbe ein langersehnter Traum, der wohl leider nicht so schnell in Erfüllung gehen wird. (kg)
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