Blumige Inseln für Zipfelfalter

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Senator Jens Kerstan (3.v.l.), Dr. Michael Beckereit (Hamburg Wasser, r.), Tobias Hinsch (Nabu, 2.v.l.) und Nabu-Insekten-Experte Frank Röbbelen (l.) beim gemeinsamen Mähen auf Kaltehofe Foto: Grell
Hamburg: Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe |

Projekt Aurora auf Kaltehofe: Schmetterlinge brauchen zum Überleben mehr Blüten

Von Karen Grell
Rothenburgsort
Schmetterlinge, wie der Schwalbenschwanz und der grüne Zipfelfalter, sind nicht nur wunderschön im Sommer anzusehen, sie sind auch ein Zeichen dafür, dass dort, wo viele dieser Exemplare leben, die Natur noch in Ordnung ist. Die Realität sieht leider anders aus: Etwa die Hälfte aller Schmetterlinge, die es noch vor 100 Jahren gab, sind heute bereits vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind unter anderem die immer weniger werdenden Grünflächen in der Stadt. Der Naturschutzbund (Nabu) will deshalb jetzt mehr Lebensräume für diese Insekten in Hamburg schaffen. Umweltsenator Jens Kerstan hat sich sofort bereiterklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Das Projekt „Aurora“, das nach einem seltenen Schmetterling benannt ist, will sich nun ab sofort verstärkt für Insekten einsetzen.

Schmetterlingsfreundliches Mähen


Der erste Standort für das Projekt ist die Elbinsel Kaltehofe. In Kooperation mit Hamburg Wasser als ersten Projektpartner wird auf dem Außengelände der Wasserkunst Kaltehofe nur noch so oft gemäht, dass immer Blumeninseln stehenbleiben, auf denen sich die Insekten tummeln können. Dadurch haben sie eine größere Chance, ihre Entwicklung vom Ei über die Raupe und Puppe bis zum fertigen Falter zu durchleben. Geschäftsführer Michael Beckereit von Hamburg Wasser sagte zum Auftakt des Projektes: „Wir haben bereits angefangen, Teilflächen zu unterschiedlichen Zeiten zu mähen und wollen damit auch auf anderen Flächen von Hamburg Wasser weitermachen. Für uns entsteht dadurch nicht einmal ein betrieblicher Mehraufwand.“ Genau so stellt sich Nabu-Geschäftsführer Tobias Hinsch die Zusammenarbeit im Projekt Aurora vor: „Zusammen mit unseren Insektenexperten können wir Firmen beraten und ihnen Tipps für ein schmetterlingsfreundliches Mähen geben.“ Einer der Experten ist Aurora-Initiator Frank Röbbelen. Die Umweltbehörde beobachtet seit 2009 die Entwicklung der Schmetterlinge und will die Ergebnisse in einer Roten Liste zusammenfassen.
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