Idylle an der Bille

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Renate Hoffmann pflegt ihren Garten an der Bille Foto: nk
 
Idylle in Hamburg: An der Bille liegt der Kleingartenverein „Sandhasen“. Viele haben einen eigenen Bootssteg Foto: nk
Hamburg: KlgV 114 130 |

Hamburger Kleingärtner geben Tipps für die Saison

Hamm Wenn sich die Sonne sogar in Hamburg durchsetzt, die Temperaturen zweistellig werden, dann beginnt auch wieder die Gartensaison. Wer – wie die meisten – über keinen eigenen Garten verfügt, der kann seine grüne Ader in einem der vielen Schrebergärten ausleben. Dieses Angebot nutzen deutschlandweit über vier Millionen Menschen. Ein ganz besonderes Idyll befindet sich direkt an der Bille. Hier haben sich die Mitglieder des Sandhasen e.V. eine Oase der Ruhe geschaffen.

Selbstversorgerparadies


Ob als Wochenendziel für die Familie, Selbstversorgerparadies für Fans von Obst und Gemüse in Bio-Qualität oder einfach als Ruhepol für gestresste Großstäder – der Trend zum eigenen Garten ist ungebrochen. Dass ein Schrebergarten aber nicht nur Entspannung bietet, sondern auch viel Arbeit mit sich bringt, wissen die Hobbygärtner durchaus zu berichten. Gerade im Frühjahr, nach den Eisheiligen (bis 15. Mai) muss viel beachtet und beackert werden, damit die Ernte oder die Blütenpracht das ganze Jahr über genossen werden kann. Das Hamburger Wochenblatt hat sich bei den „Sandhasen“ einige wichtige Tipps für den perfekten Start in die Gartensaison geholt. (nk)

Die Tipps im Überblick


Renate Hoffmann (69) und ihr Mann Werner (80) aus Hamm sind die dienstältesten Schreber beim Sandhasen e.V.. Seit rund 40 Jahren pflegen sie ihren Garten direkt an der Bille mit Herz und Seele. Altersbedingt haben sie die Fläche für Obst und Gemüse in den letzten Jahren verringert, dennoch ist Renate begeisterte Gärtnerin und Selbstversorgerin: „In meinem kleinen Gewächshaus pflanze ich alles an, was wir auch selber verzehren. Gurken, Tomaten, Bohnen, Kräuter und Spitzkohl wachsen hier, einmal im Jahr gibt es dann ein großes Spitzkohlessen bei uns. Das hat schon Tradition, und es schmeckt einfach besser als aus dem Supermarkt. Jetzt sollte man vor allem Frühblüher setzen, das schnell wachende Unkraut entfernen, damit die Beete sauber sind. Nach den Eisheiligen kann man dann mit dem Pflanzen beginnen, ob Ost, Gemüse oder Blumen.“

Einen ganz besonderen Garten hat Ute Maes (70) aus Hamm. In ihrem Nutzgarten bauen sie und ihr Mann Norbert zum großen Teil Obst und Gemüse an. „Nach den Eisheiligen pflanzen wir das meiste ein. Vieles machen wir auch nach Gefühl. Die Bohnen zum Beispiel haben wir bereits gepflanzt und sie keimen jetzt schon. Jetzt folgen noch Gemüsesorten, etwa Kartoffeln. Im Moment befassen wir uns mehr mit dem Unkraut. Da muss man so schnell arbeiten wie es wächst. Aber unser Garten soll nicht nur Arbeit sein, in erster Linie genießen wir das schöne Wetter in unserem schönen Garten und freuen uns später über die Ernte. Die ist natürlich von der Jahreszeit abhängig“, so Familie Maes unisono.

Heidi und Helmut Degen (68, 71) aus Hamm haben auch einen der begehrten Plätze direkt an der Bille. Auch sie werkeln nun im Garten. Heidi Degen kämpft ebenfalls gegen das Unkraut an und rät: „Die Beete sollte man jetzt mit Mulch bedecken, so kann das Unkraut nicht so schnell wachsen, außerdem trocknet das Beet nicht so schnell aus. Das gepflanzte wird so ausreichend mit Nährstoffen versorgt.“ Helmut Degen kämpft in der warmen Jahreszeit vor allem gegen den schnellen Wachstum seines Rasens an, „den Rasen muss ich fast jede Woche mähen, damit wir es hier schön haben“, meint er.
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