Mehr Platz für Bille-Ruderer

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Jasper und Jakob finden ihre Rudervereinigung jetzt schon toll: „Das ist der beste Verein Hamburgs“ Foto: Grell
 
Farid Müller (Grüne), Carola Veit (SPD) und der erste Vorsitzende des Vereins, Andreas Goertz, besprechen die Baupläne Foto: Grell
Hamburg: bei der Grünen Brücke 3 |

Baugeld: Rudervereinigung Bille in Rothenburgsort erhält 450.000 Euro

Rothenburgsort Bei der Rudervereinigung Bille in Rothenburgsort wird es immer enger. Nicht im Wasser, sondern an Land: Steigende Mitgliederzahlen sorgen dafür, dass die wenigen Kleider-Haken in den Umkleiden und je eine Damen- und eine Herrentoilette nicht ausreichen, um dem zunehmenden Andrang von Mitgliedern gerecht zu werden. Auch für entspanntes Duschen ist in den winzigen sanitären Anlagen zu wenig Platz. Der Ruderverein betreibt sein Bootshaus am Bille-Becken schon seit Anfang der 1960er-Jahre – und seitdem ist der Sport auf dem Wasser immer beliebter geworden: Immer mehr Menschen nutzen den Wassersport auf der zentrumsnahen Bille als Ausgleich zum stressigen Arbeitstag. Aber auch Jungen wie Jasper (9) und Jakob (7) wissen schon, warum es bei der Rudervereinigung so schön ist: „Man kann hier nicht nur rudern und paddeln, sondern auch ganz toll baden“. Und schon sind die beiden ins eiskalte Wasser gesprungen.

Bezirk spendiert neue Umkleide

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat Andreas Goertz, der Vorsitzende des Vereins, jetzt die Lokalpolitik um Hilfe gebeten. Mit Erfolg, denn die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen den Ruderverein nun mit 450.000 Euro aus dem Sanierungsfonds unterstützen. Carola Veit von der SPD in Rothenburgsort setzt bei den Sanierungsplänen auf diesen Verein, „weil hier durch die besondere Lage des Stadtteils an Elbe und Bille das Gebiet vom Wasser aus noch einmal ganz neu erlebt werden kann.“ Das Bootshaus soll nun einen großzügigen Anbau bekommen, wenn die Bürgerschaft dem Antrag zustimmt. 

Bäume müssen nicht gefällt werden

Direkt vor dem bestehenden Gebäude auf einer bisher ungenutzten Wiese gibt es für zusätzliche Räume und neue Sanitäranlagen einen optimalen Platz, meint der Vorsitzende Andreas Goertz. Nicht einmal Bäume müssten gefällt werden. „Wir haben neben Rudern, Paddeln und dem Drachenbootsport in den letzten Jahren auch das Stand-Up-Paddling und Kajaks sowie Kanus mit in unser Angebot aufgenommen“, erklärt der Vorsitzende das Angebot des Vereins. Zudem stellt der Club Räumlichkeiten für Fitnesstraining und Tischtennis zur Verfügung. Für einen geringen Monatsbeitrag könne man hier eine ganze Reihe von Sportarten betreiben. Da sei es nur verständlich, dass immer mehr Menschen Mitglied werden möchten, meint Goertz.

Erweiterungsbau für eine halbe Million Euro

Geplant ist deshalb ein Erweiterungsbau an der Rückseite des Bootshauses für über eine halbe Million Euro. Aus eigenen Mitteln und mit Sponsorengeldern will der Verein 100.000 Euro zum Vorhaben beisteuern. Die Räume des bestehenden Gebäudes sollen dann als Holzwerkstatt genutzt werden, in die die Werkgruppen samt Inventar aus dem ehemaligen Stadtteilzentrum RothenBurg einziehen können. Der Verein verspricht sich davon neben der verstärkten Kooperation mit dem Stadtteil auch Vorteile, wenn es um Bootsreparaturen geht. Durch den Ausbau entstehen zusätzliche 250 Quadratmeter für den Wassersport und 78 Quadratmeter für das Stadtteilzentrum.

Weitere Infos: Rudervereinigung Bille in Rothenburgsort
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