Logensaal der Kammerspiele ist unrentabel

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Der Logensaal im Erdgeschoss der Hamburger Kammerspiele bietet ab 2017 kein regelmäßiges Programm an Foto: Hanke
Hamburg: Hartungstr. 9 |

Jürgen Hunke muss das Programm auf Kleinkunst-Bühne in 2017 reduzieren

Rotherbaum Eine kleine Bühne muss schließen. Der Logensaal der Hamburger Kammerspiele wird ab 2017 kein regelmäßiges Programm mehr anbieten. Zu teuer. Jürgen Hunke, der Erbpächter der Kammerspiele, der den Logensaal im Erdgeschoss des Theaters über eine Stiftung selbst betreibt, gibt aus finanziellen Gründen auf. „Es fällt mir sehr schwer, vor allem für die Künstler tut es mir leid. Aber ich zahle nur zu. Die Kosten übersteigen die Einnahmen. Ich bin 74 und muss mit Geld vorsichtig umgehen“, erläutert Jürgen Hunke, der seit dem Tod des Mitinhabers der Stiftung, Dirk Schmidt-Prange im Januar, die Verantwortung für den Logensaal allein trägt.

Zu wenig Gäste

Die Vorstellungen des vielseitigen Programms aus Musik, Kleinkunst, Lesungen, Theater und Kombinationen aus diesen Bereichen sind selten ausgebucht. Manchmal kommen weniger als zehn Gäste. Die Einnahme des Abends beläuft sich schon mal auf gerade 30 Euro. Eine kommerzielle Nutzung war für den Logensaal auch ursprünglich nicht vorgesehen gewesen. „Wir wollten den Raum für Übungszwecke von jungen Menschen, Studierenden zur Verfügung stellen“, erklärt Jürgen Hunke. Lesungen könnte es auch in Zukunft im Logensaal mal geben. Jürgen Hunke beabsichtigt dort zum Beispiel, seine Bücher vorzustellen. Aber ein Programm wie bisher ist für 2017 nicht mehr vorgesehen. Zur Zukunft des Saals sagt Jürgen Hunke: „Wir werden den Saal ein Jahr lang ruhen lassen und überlegen in dieser Zeit, wie wir ihn künftig verwenden wollen.“ (ch)
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