Neustart in Hamburg: Jüdischer Filmclub

Wann? 20.09.2012 19:00 Uhr

Wo? Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg DE
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Der Jüdische Filmclub in Hamburg zeigt: Ces amours-là
Hamburg: Metropolis-Kino | Inspiriert durch das Vorbild des ‚Jüdischen Filmclubs Wien', startet das Institut für die Geschichte der deutschen Juden gemeinsam mit den Wiener Kollegen sowie mit dem Metropolis Kino auch in Hamburg einen Jüdischen Filmclub.

Ab September wollen wir in regelmäßiger Folge, in der Regel am letzten Donnerstag jedes Monats, internationale Spielfilme vorstellen, in denen die Vielfallt jüdischer Lebenswelten erkundet wird. Unbekannte und bekannte Filmemacherinnen und Filmemacher werden entdeckt, Tabus visuell in Frage gestellt, Liebesgeschichten in unserer zerrissenen und kriselnden Welt neu erfunden, Identitäten durcheinandergewirbelt und Fragen an Religion, Tradition und heutige Erinnerungskulturen gestellt.

Wir laden Sie ein, jüdische Filme zu entdecken, die in Deutschland überhaupt nicht oder nur kurz in den Kinos gezeigt werden. Der Jüdische Filmclub wendet sich an ein jüdisches wie nichtjüdisches Publikum, will Neues und Provokatives zeigen, Vertrautes und Vergessenes wieder entdecken. Die Zuschauer können sich in die bunte, widersprüchliche, vor allem aber globale jüdische Filmkultur entführen lassen. Die ersten drei Termine stehen bereits fest: am 20. September, 25. Oktober und am 29. November werden wir eine französische (Ces amours-là/What Love May Bring, 2010), eine französisch-tunesische (Le chant des mariées/The Wedding Song, 2008) und eine israelische Produktion (HaSodot/The Secrets, 2007) präsentieren, jeweils verbunden mit einer kurzen wissenschaftlichen Einführung vor sowie einer Diskussion nach dem Film.

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Der erste Film des Filmclubs:

20. September 2012 , 19 Uhr

CES AMOURS-LÀ - What Love may bring

Regie: Claude Lelouch, F 2010
Referent: Prof. Klaus Davidowicz, Wien

Claude Lelouch, 1937 in Paris geboren, ist einer der letzten noch lebenden Meister des klassischen französischen Erzählkinos, darunter "UN HOMME ET UNE FEMME" (Ein Mann und eine Frau, 1966, Oscar für das Drehbuch von Lelouch), "SI C'ÉTAIT À REFAIRE" (Ein Hauch von Zärtlichkeit, 1976), "IL Y DES JOURS... ET DES LUNES" (So sind die Tage und der Mond, 1990) oder "LES MISERABLES " (Die Elenden, 1995).

"WHAT LOVE MAY BRING" ist nicht nur eine filmisch mitreißende Reflexion über das Leben und Schaffen Lelouchs, er ist ein Reigen verwobener und miteinander verknüpfter Geschichten und Schicksale, dargeboten von einem Ensemble ausgezeichneter Darsteller, die hierzulande erst noch zu entdecken sind. Wie so oft in Lelouchs Filmen sind auch hier die faszinierenden Frauen-Figuren die treibende Kraft des Geschehens, musikalisch begleitet wie immer von Francis Lai. Lelouch: "I knew that the heroine of WHAT LOVE MAY BRING would be a woman, and that the backbone for the film would be her portrait. The world we are living in today is the result of that victory by women. They know how to juggle their dreams and the hardships of daily life. They can take a blow and bounce back, they can heal. Love can kill them but it is also love that cures them. I understood very early on that women are ready to sacrifice themselves for love, that they were at the essential heart of things."

Lelouchs 2010 in Rumänien gedrehtes neuestes Meisterwerk lief bislang vor allem nur auf Festivals.

BUCH: Pierre Uytterhoeven
KAMERA: Gérard de Battista
MUSIK: Laurent Couson, Francis Lai
PRODUZENT: François Kraus, Denis Pineau-Valencienne
LÄNGE: 120 Minuten
MIT: Audrey Dana, Dominique Pinon, Raphaël, Samuel Labarthe, Laurent Couson, Jacky Ido, Gilles Lemaire

Ort: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Informationen Ticketverkauf
Kasse und Café öffnen eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung.

Das Kino ist für Rollstuhlfahrende ohne fremde Hilfe zugänglich.

Eintritt 6 € für Gäste, 4 € für Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren

Kartenreservierung unter Tel. 040-34 23 53
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