Zeit für Wintermärchen in Hamburg

Wann? 30.12.2016 bis 16.01.2017

Wo? Hartungstraße 9-11, Hartungstraße 9, 20146 Hamburg DE
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Auch Puppen spielen mit: Petter Bjällö spielt im „Gespenst von Canterville“ nicht nur drei Rollen, er führt auch noch die Haushälterin Foto: Joachim Hiltmann
 
Neben Walter (l.,Moritz Mutzmann) lässt sich Lisa (2.v.l., Clara Brauer) nicht mehr von den Mitschülern (r., Kathrin Ost, Jonas Nowack) ärgern Foto: Joachim Hiltmann
Hamburg: Hartungstraße 9-11 |

Die Kinderstücke in den Kammerspielen und dem Winterhuder Fährhaus erzählen von seltsamen Freunden und Geistern

Von Christian Hanke
Rotherbaum/Winterhude
Außerirdisch und gespenstisch geht es in den neuen Kinderstücken zur Weihnachtszeit zu. Fürchten muss sich da aber niemand. Weder der Außerirdische, der die einsame Lisa in Sibylle Bergs Stück „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ besucht, das in den Hamburger Kammerspielen zu sehen ist, noch das Gespenst von Canterville, das in dem gleichnamigen Familienmusical von Christian Berg (nicht verwandt mit Sibylle) nach der Geschichte von Oscar Wilde in der Komödie Winterhuder Fährhaus in einem Schloss spukt, sorgen für Angst und Schrecken. Ganz im Gegenteil.

Ein Freund für Lisa

Dem Außerirdischen, den Lisa Walter nennt, weil sie seinen richtigen Namen nicht versteht, machen viele Dinge auf der Erde selbst Angst, und das Gespenst von Canterville erschreckt sich sogar mehr, als dass es die Bewohner des Schlosses, in dem es spukt, das Gruseln lehrt. Lisa, die traurige Heldin des Stückes von Sibylle Berg hat niemanden, mit dem sie sprechen kann. Die Eltern sind arbeitslos, liegen den ganzen Tag auf der Couch und kümmern sich um nichts mehr. In der Schule wird Lisa gehänselt und als Außenseiterin gemobbt. Auf dem Schulweg ärgern sie regelmäßig zwei arbeitslose Jugendliche, die auf einem Spielplatz herumlungern. Nur an ihrem selbst gebastelten Computer fühlt sich Lisa richtig wohl. Insbesondere wenn sie sich in den Weltraum träumt. Aus dem dann plötzlich ein Außerirdischer vor ihr steht, der seinen Rückflug von einem Tourismustrip auf die Erde verpennt hat. Walter, so nennt ihn Lisa, wird ihr Freund, verändert ihr Leben, gibt ihr Stärke und Selbstvertrauen und bringt sogar Lisas Schlaffi-
Eltern auf Trab. So einen Freund Walter wünscht man jedem Kind, ganz besonders denen, die einsam sind wie Lisa.

Im Dialog mit Publikum

In der Regie von Frauke Thielecke spielt das fünfköpfige Ensemble einfühlsam die fantastische Geschichte von Lisa und ihrem Kraft spendenden Freund aus dem Weltall. „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ wird bis zum 18. Dezember an den Hamburger Kammerspielen, Hartungstraße 9-11, gespielt. Alles wie gehabt im Winterhuder Fährhaus. Auch Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“ wird in dem gleichnamigen Familiemusical von Autor und Regisseur Christian Berg verkörpert, der wieder den Entertainer und Animateur gibt, ein Kind auf die Bühne holt, sich mit dem Publikum im ständigen Dialog befindet und gemeinsamen Gesang einübt. Als Gespenst schleicht er vorsichtig um die amerikanische Familie herum, die Schloss Canterville erworben hat, und sich überhaupt nicht erschrecken lässt. Erst im zweiten Teil kommt der Zauber der Geschichte auf, wenn Tochter Virginia das arme Gespenst erlöst. Viel Animation und Musik mit eingängigen Melodien. „Das Gespenst von Canterville“ wird bis zum 30. Dezember in der Komödie Winterhuder Fährhaus, Hudtwalckerstraße 13, gespielt.

„Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“: bis 18. Dezember. Weitere Infos: Hamburger Kammerspiele

„Gespenst von Canterville“: bis 30. Dezember. Weitere Infos: Komödie Winterhuder Fährhaus
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