Instrumente ziehen wieder in Trautwein-Gebäude

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Hochschule für Musik und Theater: Beige und weiß wurde die Fassade des Trautwein-Gebäudes neu gestaltet Foto: Hanke
Hamburg: Harvestehuder Weg 12 |

Umbau der Hochschule für Musik und Theater fertig zum Wintersemester

Rotherbaum Hochkonjunktur für Umzugsunternehmen. Der Inhalt des Philosphenturms der Uni Hamburg wird in diesen Wochen in die City Nord verfrachtet (das Wochenblatt berichtete), die Musikstudenten kehren schon wieder zurück. Die Sanierung der Hochschule für Musik und Theater am Harvestehuder Weg nähert sich ihrem Ende (das Wochenblatt berichtete). Die ersten Instrumente sind bereits auf dem Weg aus der City Nord zum Harvestehuder Weg. Seit 1. April 2015 wird der Neubau der Hochschule, das Trautwein-Gebäude, benannt nach dem Architekten Fritz Trautwein (1911-1993), der es 1974 erbaute sowie einen zweiten Abschnitt 1986, „energetisch saniert“. Seitdem sind die meisten Bereiche der Hochschule in einem Gebäude in der City-Nord untergebracht. „In erster Linie wurde die Gebäudehülle erneuert“, fasst Sabine Bühring zusammen, in der Allgemeinen Verwaltung der Musikhochschule für den Baubereich zuständig. Fassaden, Dächer und Fenster wurden energetisch saniert, was auch den Einbau von Dämmungen beinhaltete. „So schlecht waren wir allerdings in Sachen Energiesparen gar nicht aufgestellt“, erläutert Sabine Bühring. Vor allem bekam die Fassade des Neubaus ein neues Gesicht. Die Mosaiksteinchen wurden entfernt und durch beige vorgehängte Glaselemente und weiße Teile im Verhältnis 50:50 ersetzt. „Das hat die Anmutung einer Klaviertastatur, wenn auch nicht in schwarz und weiß“, findet Sabine Bühring.

15 neue Übungsräume

Eine Tiefgarage wurde in 15 Übungsräume umgebaut. Außerdem erfuhr die technische Ausstattung der Hochschule eine Erneuerung. Elektrik, Klimatechnik und Brandschutz wurden auf den neuesten Stand gebracht. Das Forum, der Theatersaal der Hochschule, bekam eine neue Bühnenmaschinerie. Die Bestuhlung wurde gepolstert. Fußböden, Wände, Türen wurden neu gestrichen. Statt bunter Farben strahlt nun alles in Anthrazit und Hellgrau. Gewerkelt wird derzeit noch an den Außenanlagen. Die Arbeiten am Dach des Forums sind noch nicht abgeschlossen. 

Neueröffnung am 4. Oktober

Die Gartenanlage mit einer großen neuen Treppe ins Grüne muss noch hergerichtet werden. Das letzte Ende fehlt noch. Ursprünglich sollte die Sanierung schon Anfang August abgeschlossen sein. Nun hat sich die Wissenschaftsbehörde, der offizielle Bauherr, den 4. Oktober als Neueröffnungstermin gesetzt. Der muss eingehalten werden, weil dann das Wintersemester beginnt. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir diesen Termin halten können. Wir sind im Plan, aber es bleibt ein Restrisiko“, erzählt Sabine Bühring. Die Rückführung der letzten Instrumente kann erst in den letzten Tagen erfolgen, da sie in der City Nord im September bei zwei Kursen noch gebraucht werden.

Sanierung kostete 30 Millionen

Das Übergangsdomizil in der City Nord hat für die Musikerinnen und Musiker Vor- und Nachteile. „Es gibt Einschränkungen bei der Akustik. Es wurde eben nicht für die Musik gebaut. Aber es gibt viel mehr Flächen als bei uns am Harvestehude Weg. Da freuen sich vor allem die Bläser, die sich auf 60 Quadratmetern ausbreiten konnten. Bei uns haben sie höchstens 30 Quadratmeter. Für lautere Instrumente war die City Nord gut geeignet“, erzählt Sabine Bühring. Aber nun sind alle froh, dass sie bald wieder im schönen Budge-Palais und dem frisch saniertem Neubau musizieren dürfen. Die Sanierung hat rund 30 Millionen Euro gekostet, so wie geplant.

Weitere Infos: Hochschule für Musik und Theater Hamburg

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