Neuer Eingang für Zoologisches Museum

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Das Zoologische Museum in Hamburg hat einen neuen repräsentativen Eingang: c Foto: Hanke
 
Direktor Matthias Glaubrecht, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Uni-Präsident Dieter Lenzen und Enno N. Maas, Direktor der Academy for Architectural Culture (v.l.) Foto: Hanke
Hamburg: Bundesstraße 52 |

Sonderausstellung Evolutioneum zeigt Zukunftspläne für Hamburg

Von Christian Hanke
Rotherbaum
„Ein Museum taucht auf.“ Unter diesem Motto wurde kürzlich der neue Eingang des Zoologischen Museums an der Bundesstraße eröffnet und gleichzeitig die Ausstellung „MenschenZeit – NaturWelt“ im neuen Foyer freigegeben (das Wochenblatt berichtete). Erstaunlich viel Prominenz war zur Eröffnung erschienen. Zumindest auf den ersten Blick. Neben Professor Dr. Matthias Glaubrecht, dem Direktor des vor drei Jahren gegründeten Centrums für Naturkunde (CeNak), dessen Bestandteil das Zoologische Museum nun ist, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Uni-Präsident Professor Dr. Dieter Lenzen, hatte es sich auch Michael Otto nicht nehmen lassen, der Eröffnung des barrierefreien Eingangs und der Ausstellung im neuen Foyer beizuwohnen. „Viele sind wohl wegen des Blicks in die Zukunft gekommen“, vermutete Katharina Fegebank. Denn die beiden Anlässe wiesen auf ein weit bedeutenderes Ereignis in noch ferner Zukunft hin: die Eröffnung eines Naturkundemuseums in Hamburg, das erklärte Ziel von Direktor Glaubrecht, der aus diesem Grund von Berlin nach Hamburg geholt wurde.

Geplantes Evolutioneum

Die Ausstellung „MenschenZeit – Natur Welt“ vermittelt einen ersten Eindruck von den Zielen des Evolutioneums, so der Name des geplanten Naturkundemuseums. Sie handelt vom Anthropozän, der als „Menschenzeit“ definierten Epoche, in der wir leben, und zeigt den Menschen als größte Naturgewalt, dessen zentrale Rolle im Zusammenspiel von Bevölkerungsentwicklung, Urbanisierung, Artenschwund und Klimawandel beschrieben wird. Gleich am Eingang begrüßt ein Eisbär die Gäste, der offenbar einen Forscher gefressen hat. Die Tiere wehren sich. Außerdem wird das Ende der Safari und die Bedrohung des Großwilds thematisiert und die Geschichte des 20 Meter langen Finnwals Finni erzählt, dessen Einzelteile vom Ende des Hamburger Walfangs zeugen. In einer Sonderausstellung wird die Zukunft bereits real. Da sind Entwürfe für ein künftiges Evolutioneum zu sehen. Studierende der privaten Academy for Architectural Culture in Hamburg haben sie in zwei Szenarien entwickelt: als Neubau auf dem Baakenhöft in der HafenCIty und in den Räumen des alten Postgebäudes an der Schlüterstraße. Der „Vorschein einer Wirklichkeit“, wie Dieter Lenzen den jetzigen Zustand des Evolutioneums nach philosophischem Vorbild nannte. In dem weit mehr Objekte der reichhaltigen zoologischen Sammlung zu sehen sein werden als auf den 2.000 Quadratmetern Fläche des derzeitigen Museums. Rund zehn Millionen Objekte warten nämlich „in Kisten, Kasten, Kellern und auf Dachböden“ darauf, gezeigt zu werden. Mit dem neuen Eingang und der Ausstellung, die jeweils nur 300.000 Euro gekostet haben, „haben wir für wenig Geld viel erreicht“, so Lenzen. Auch wenn es sich nur um ein „Embryo eines Evolutioneums“ handelt, wie Professor Glaubrecht die Ausstellung bezeichnete, so ist es doch „ein Meilenstein auf dem Weg zum neuen Naturkundemuseum“.

Weitere Infos: Zoologisches Museum Hamburg

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