Rückenwind für Alsterschiffe

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Eine Alsterfähre zwischen Fährdamm und Uhlenhorster Fährhaus kann sich der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Michael Westenberger zu ÖPNV-Preisen vorstellen Foto: Hanke
Hamburg: Fährdamm |

Hamburger CDU fordert Fährverbindung und Fahrpreise wie beim HVV. Konzept vom Verkehrsclub Deutschland

Von Christian Hanke
Hamburg
Die Diskussion um die Alsterschiffe geht in eine neue Runde. Das Hamburger Wochenblatt berichtete vor Kurzem über mögliche Veränderungen des Betriebs der Alsterschifffahrt, jetzt fordern immer mehr Stimmen die Rückkehr zum Linienverkehr in abgespeckter Form (das Wochenblatt berichtete).

Preise wie beim HVV gefordert

Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete aus dem Bezirk Eimsbüttel, Michael Westenberger, setzt sich für eine Fährverbindung zwischen den Anlegern Fährdamm in Harvestehude und Uhlenhorster Fährhaus zu Preisen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) ein. Eine Linie, die es bis 1983 gegeben hat, als der Linienverkehr auf der Alster eingestellt wurde.

Zeitgewinn durch Fährverbindung

„Das wäre eine konkurrenzlose Verbindung für Fußgänger und Radler, insbesondere für Studierende aus den östlichen Stadtteilen. Studenten können es sich nicht mehr leisten, im Umkreis der Uni zu wohnen“, findet Westenberger, der in dieser Fährverbindung einen großen Zeitgewinn für viele Hamburger sieht, da parallel zu dieser Querverbindung über die Alster kein anderes Verkehrsmittel präsent ist. Eine entsprechende Kleine Anfrage von Westenberger wurde jedoch vom Senat abschlägig beschieden. „Die Pendlerverkehre der Alsterkreuzfahrt, die täglich in der Sommersaison die beiden Alsterufer miteinander verbinden, reichen aus“, steht in der Antwort des Senats. „Wir brauchen ein Umdenken in der Verkehrsbehörde“, fordert dagegen Westenberger.

Konzept vom Verkehrsclub Deutschland

Mit der Alsterschifffahrt beschäftigt sich mittlerweile auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Sein Konzept konzentriert sich auf eine bessere Logistik, die mehr Alsterkreuzfahrten ermöglichen würden. Rundfahrten und eine neue Linie zum Mühlenkamp, die eventuell auch den Anleger Mundsburger Brücke mitbedienen könnte, würden danach schneller als jetzt nacheinander von einem Schiff bedient werden. Fünf Schiffe wären insgesamt auf beiden Linien im Einsatz. „Mit bestehenden Kosten anders organisieren“, so könnte die Alsterschifffahrt optimiert werden, findet Alexander Montana vom VCD. Die Alsterkreuzfahrt, die den alten Linien folgt, nur zu teureren Preisen, sollten HVV-Abokunden mit einem kleinen Aufpreis nutzen können, so der VCD. „Das ergebe eine erhebliche Mehreinnahme für die ATG“, glaubt Alexander Montana. Der VCD würde Stopps auf den verschiedenen Themenfahrten einführen. Ausnahme: die Alsterrundfahrt sollte unverändert fahren. Die Alsterfähre zwischen Fährdamm und Uhlenhorster Fährhaus würde Montana im 15-Minuten-Betrieb verkehren lassen.

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