Strenger Brandschutz in Uni-Laboren

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Gebäude des Fachbereichs Chemie aus den 60er Jahren brauchen ergänzenden Brandschutz Foto: Hörmann
Hamburg: Martin-Luther-King-Platz 6 |

Täglich Patrouillen im Unigebäude des Fachbereichs Chemie. Brandschutzgutachten fordert Nachbesserungen

Rotherbaum Nach Brandschutzüberprüfungen sind vier Universitätsgebäude des Fachbereichs Chemie vorübergehend gesperrt worden. Der Betrieb in den Hochhäusern an der Bundesstraße wurde am Montag wieder aufgenommen, allerdings unter strengen Brandschutz-Maßnahmen. Für die nächsten zwei bis vier Wochen bis zur Umsetzung der vom Amt für Bauordnung und Hochbau, der Feuerwehr und dem Bezirksamt Eimsbüttel beschlossenen Maßnahmen sollen zwei Fachleute täglich sämtliche Labore, Flure, Seminarräume und Büros kontrollieren und mögliche Brandlasten entfernen.

Doktoranden und Arbeitsgruppen betroffen

So schnell wie möglich wird eine ergänzende Brandmeldeanlage inklusive Rauchmeldern angeschafft und zusätzliche Brandschutztüren eingebaut. Ein Brandschutzgutachten hatte erbracht, dass die vier Gebäude des Fachbereichs Chemie aus den 1960er-Jahren über keinen ausreichenden Brandschutz verfügen. Beispielsweise sind Lüftungskanäle zu benachbarten Bereichen nicht richtig abgeschottet und Fluchtwege nicht genügend gesichert. Dadurch könnte sich, so die Befürchtung, ein möglicher Brand in hoher Geschwindigkeit ausbreiten. Gerade im Hinblick auf die Nutzung für Chemie mit Experimenten sahen die Experten Brandgefahr. Betroffen von der Schließung: vor allem Doktoranden und Arbeitsgruppen, da in den Semesterferien nur wenige Veranstaltungen stattfinden. Nach dem verheerenden Hochhausbrand in London werden in Hamburg alle Hochhäuser überprüft. (sh)
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