Auf der Grindelallee hupts und wippts

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Hamburg: Bushaltestelle - Staatsbibliothek | Dass es im Straßenverkehr nicht immer demokratisch zugeht weiß jeder Autofahrer, doch was eine kleine Baustelle für Konzerte auslösen kann ist immer wieder Erstaunlich.

Auslöser für die Bauarbeiten ist die Verlegung der Bushaltestelle „Staatsbibliothek“. Die Buslinie M5, welche an dieser Bushaltestelle im fünf Minutentakt hält, ist die meistgenutzte Linie in Europa. Täglich wird sie von ca. 60.000 Fahrgästen genutzt. Durch die bereits erfolgte Verlegung der Bushaltestelle ist es nun noch nötig die Umgebung anzupassen.
Es wurden an beiden Enden der Bushaltestelle Fußgängerampeln eingerichtet welche noch durch eine Erneuerung der Geh- und Radwege komplettiert werden.
Die Bauarbeiten machten es nötig kurz vor der Haltestelle in der Grindelallee eine Fahrbahn zu sperren und somit den Verkehr von zwei auf eine Fahrbahn zusammenzuführen. Diese Zusammenlegung der Fahrbahnen und die daraus resultierende Notwendigkeit des Einfädelns der Autos scheinen vielen Fahrern schwer zu fallen. So werden die Anwohner bereits am frühen Morgen durch ein fröhliches Hupkonzert begrüßt.
Meist beginnt das Konzert in dem ein Auto nicht in eine Lücke hereingelassen wird. Selbstverständlich antwortet der Angehupte ebenfalls durch ein mindestens doppelt so langes Hupen auf das Erste. Zum finalen Ende des Konzerts hupen dann noch weitere Fahrer, welche eigentlich nichts damit zu tun hatten, sich aber wohl angesprochen fühlen. Danach kehrt wieder Ruhe ein in der Grindelallee, allerdings ist das nächste Konzert bereits absehbar.

Doch die Baustelle und der daraus resultierende Stau lösen auch kuriose Situationen aus:

In der Mitte der Grindelallee verlaufen zwei Busspuren, in dessen Mitte sich eine etwa 20 Zentimeter hohe, graue Fahrbahnabtrennung befindet. Bei Schnee ist diese für einen ortsunbekannten Fahrer nur schwer auszumachen. Eine Smartfahrerin war es wohl leid weiter im Stau zu warten und wollte über die Busspuren wenden. Den Schnee als Rampe nutzend hat sie es tatsächlich bis zur Wagenmitte über dieses Hindernis geschafft, allerdings blieb der Smart dort wippender weise hängen. Glücklicherweise kamen der sichtlich verdutzt aussehenden Fahrerin fünf Männer zu Hilfe, welche ihren Wagen herunterhoben. Sie konnte im Anschluss weiterfahren, was vermuten lässt, das der Wagen keinen größeren Schaden genommen hat.

Bis zur Fertigstellung im Juni heißt es also weiterhin für die Anwohner, dem heiteren Hupkonzert beizuwohnen.
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