Barbie

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  Die Ikone Barbie aus der Welt des Spielzeugs hat nun seit einiger Zeit eine eigene Ausstellung im Musée des Arts décoratifs bekommen. Das Museum widmet dem Vorzeigeprodukt von Mattel hier eine einmalige Retrospektive.
Diese berühmte Ankleidepuppe Barbie wird im Modebereich des Musée des Art décoratifs in Paris und auch zum ersten Mal in einem französischen Museum ausgestellt. 'Barbie, das Leben einer Ikone' mit mehr als 700 Figuren. Die bunte Sammlung verfügt über Modelle, die zu Fuß "der Laufsteg in High-Fashion-Kreationen von Künstlern wie Christian Lacroix und Jean Paul Gaultier - sowie historische Persönlichkeiten, darunter ehemalige Königin von Frankreich und Marie Antoinette.
Das Musée des Arts décoratifs ist bekannt für Sammlungen von Designerstücken, Mode, Spielzeugen und Werbung und damit auch der ideale Ort um die Ikone Barbie zu ehren und sie in einen sozio-kulturellen Kontext der Spielzeuge des 20. und 21. Jahrhunderts zu setzen. Aber diese Ikone Barbie ist nicht nur einfach ein Spielzeug von Mattel sondern sozusagen ein Spiegelbild einer Epoche, ihrer Evolution, ihrer Revolution, sie verkörpert den American Way of Life, hat aber gleichzeitig die universelle Dimension, die sozialen, politischen und kulturellen Veränderungen zu vereinen. Sie entwickelt sich im Komfort der Moderne, stellt Stereotypen in Frage, wird gehasst für ihre Darstellung einer idealisierten Frau und dennoch autonom und unabhängig, nimmt sie alle Ambitionen der zeitgenössischen Epoche in sich auf. Die Darstellung der Barbie verändert sich auch im Laufe der Zeit gerade im Modischen Bereich. Unterschiedlicher Stile, die aus diesem einzigartigen Spielzeug eine Begeisterung hervorgerufen haben. Wurde sie in den Sechzigerjahren zunächst erstmal nach einer emanzipatorischen Idee entwickelt, wandelte sich das Bild der Barbie über die Jahrzehnte.
Doch in ihren ersten Entwicklungsphasen hatte Barbie wenig mit rosa Kitsch und Prinzessinnenträumen zu tun. Die erste Figur mit dem Namen Barbara Millicent Roberts trug 1959 einen schwarz-weiß-gestreiften Badeanzug. Ihre Körpermaße waren noch wesentlich unwirklicher dimensioniert als heutzutage.
In den folgenden Jahren passte sich Barbie den modischen und gesellschaftlichen Entwicklungen an: 1961 wurde sie als Flugbegleiterin und Ballerina verkauft, 1965 kam bereits eine Barbie-Astronautin heraus. 1973 erschien sie als Chirurgin, 1984 als Aerobic-Trainerin. 1996 gab es "Star Trek"-Barbies, im Jahr 2000 eine US-Präsidentschaftskandidatin-Barbie, die die Frisur von Hillary Clinton trug.
Es sind diese Paradoxe, ihre Affinität zur Mode. Schon einige Designer haben Kleider für Barbie entworfen, von klassisch bis ausgefallen.
In dieser Ausstellung werden verschiedene Teile aus den unveröffentlichten Archiven des Maison Mattel gezeigt und boten Sichtweisen auf das Leben der Barbie Eine sehr interessante Ausstellung, nicht nur für kinder die zum einen Sie als die reine Bewunderung für ein bekanntes Spielzeug sehen, zum anderen für Erwachsene, indem diese seit 1959 bestehende Leitfigur in einen historischen und soziologischen Kontext gesetzt wird.
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