Bilderschau von Poussin bis Monet

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Typisch für die höfische Malerei im 18. Jahrhundert ist diese Hirtenszene „Die Flötenlektion“ von Francois Boucher (1703 – 1770) Repro: Hörmann

Bucerius-Kunstforum zeigt „Die Farben Frankreichs“. Ein sehenswerter Kunst-Spaziergang durch die Geschichte

City Die Farben, das Licht, das Meer – wer einmal die französische Côte d´Azur entlang gefahren ist, weiß, woher sich die großen Namen wie Cézanne, Matisse, Monet und Renoir ihre Inspirationen holten.
Doch auch schon vor diesen Ausnahme-Künstlern hatte Frankreich einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Kunst, das zeigt das Bucerius Kunst Forum in seiner aktuellen Ausstellung „Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs“. Bereits im 17. Jahrhundert wurde in Paris eine Akademie für Malerei gegründet. Vorher waren die Künstler in Gilden organisiert, genau wie Handwerker. Durch die Regeln der Akademie, die Vorlesungen und Diskussionen grenzte sich der Künstler immer mehr vom Handwerker ab – und die französische Malerei wurde zum Maßstab für ganz Europa. Zwischen dem Wirken von Nicolas Poussin und Claude Monet, dem gesteckten Rahmen der Schau im Bucerius Kunst Forum, liegen rund 250 Jahre. Politisch war dieses mit der Aufklärung und der französischen Revolution eine Zeit der großen gesellschaftlichen Umbrüche. Entsprechend den politischen Entwicklungen lassen sich auch in der Kunst Entwicklungslinien nachzeichnen und genau das haben die Ausstellungsmacher versucht. Erstaunlich: Sehr viele Bilder sind Leihgaben aus Irland, die National Gallery, ausgestattet mit zahlreichen Werken französischer Meister, wird gerade renoviert und so konnten die Gemälde auf Reisen gehen. „Der Umbau der National Gallery war sehr verlockend, um Werke nach Hamburg zu holen, die sonst nur in Dublin zu sehen sind“, erklärt Bucerius-Direktorin Ortrud Westheider. Insgesamt zeigt die Ausstellung am Rathausmarkt 60 Gemälde und zwölf Zeichnungen von Künstlern wie Poussin, Watteau, Chardin, Delacroix, Courbet, Monet, Renoir, Cézanne oder van Gogh. Ein sehenswerter Spaziergang durch die französische Geschichte der Malerei. (sh)

Bis 17. Januar 2016, täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. After Work-Führung Dienstag und Donnerstag 18 bis 18.50 Uhr, 2 Euro, weitere Infos: Bucerius Kunst Forum
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