Blume des Jahres 2013

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Das Leberblümchen erhielt seinen deutschen Namen aufgrund seiner Blattform, die an die menschliche Leber erinnert. Foto: hfr

Das Leberblümchen

St. Georg. Seit 1980 wird jedes Jahr von der Loki Schmidt Stiftung eine in ihrem Bestand gefährdete Pflanze zur Blume des Jahres gewählt, die gleichzeitig auch für einen bestimmten gefährdeten Lebensraum steht. Am Beispiel dieser ausgewählten Pflanzenart soll das Bewusstsein für die anhaltende Bedrohung vieler Lebensräume heimischer Pflanzen und Tiere geschärft werden und Anregung gegeben werden, sich im persönlichen Umfeld für den Naturschutz zu engagieren.
Eine außergewöhnliche Pflanze und einen wertvollen Lebensraum möchte die Loki Schmidt Stiftung für 2013 in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stellen: das Leberblümchen. Eine nach der Bundesartenschutzverordnung in Deutschland besonders geschützte Pflanzenart, die weder gepflückt noch ausgegraben werden darf. Sie kommt in der artenreichen Krautschicht alter Buchen- und Eichenwälder häufig gemeinsam mit Gelben Anemonen, Lerchensporn-Arten und anderen seltenen und gefährdeten Pflanzen vor. Das Leberblümchen stellt hohe Ansprüche an den Boden, der kalkhaltig und reich an hochwertigem Humus sein sollte. Weil seine Samen von Ameisen verbreitet werden, breitet es sich nur langsam aus. Deshalb ist es fast nur an Orten zu finden, wo schon lange, meist über 100 Jahre, Wald wächst. Solche alten Waldstandorte sind gar nicht so häufig, denn vor 200 Jahren gab es nur noch sehr wenige Wälder. (kg)
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