Das lange Warten

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Katharina Lütten, Angelina Häntsch.Foto: © Sinje Hasheider

„Elektra“ im Malersaal

City. Elektra wartet auf ihren Bruder Orest, den sie über alles liebt. Sie wartet auf die Einlösung ihres gemeinsamen Racheschwurs: die Mutter töten, den Stiefvater töten. Als Kinder versprachen sie einander, sich immer zu lieben und nie zu vergessen, was geschehen war. Die Mutter soll für den Tod des Vaters büßen. In den Augen ihrer Kinder ist sie Hure und Mörderin. Elektra wartet seit zehn Jahren. All ihre Liebe und Hoffnung konserviert sie in ihrem Inneren für ihren Bruder. All ihren Hass richtet sie gegen Mutter und Stiefvater. Und Elektra rebelliert: gegen das Herrschaftssystem der Mutter und des Stiefvaters, das in ihren Augen eine verlogene, dekadente Oase ist. Elektra wartet auf den Tag der Erlösung durch Orest: Dann endlich sollen sich ihre Liebe und ihre politische Vision von einer besseren Welt erfüllen. Mit „Elektra“ setzt das Schauspielhaus die Zusammenarbeit mit der Hamburger Autorin Nino Haratischwili fort. Sie schreibt für das Junge Schauspielhaus eine Neufassung des antiken Stoffs und konzentriert sich dabei auf die jungen Protagonisten, die gegen die Elterngeneration rebellieren. (hfr)

Premiere: 9. September, Malersaal, http://www.schauspielhaus.de
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