Deichtorhalle erstrahlt in neuem Glanz

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Die Fassaden des Mauerwerks der nördlichen Deichtorhalle wurden saniert und die Fenster und Oberlichter komplett durch Isolierverglasung mit UV-Schutzgläsern ersetzt Foto: Hörmann
City 17 Monate lang war eines der schönsten Kunstmuseen Hamburgs hinter einem großen Bauzaun verschwunden. Jetzt erstrahlt die „Halle für Aktuelle Kunst“ der Deichtorhallen in neuem Glanz.

Saniert für 16 Millionen Euro


Die Stadt hat 16 Millionen Euro in die Sanierung der 100 Jahre alten nördlichen Deichtorhalle gesteckt – mit rund 3800 Quadratmetern ist sie die größte zusammenhängende Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst in Europa. Seit der Eröffnung 1989 – die Deichtorhallen feiern dieses Jahr auch ihr 25-jähriges Jubiläum – wurden mehr als 160 große Ausstellungen realisiert, darunter Werke prominenter Künstler wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Doch in den letzten Jahren machten die international sehr hohen Anforderungen an moderne Licht- und Klimatechnik die Arbeit für das Team um Intendant Dirk Luckow immer schwieriger – das Museum war bei aller Innovation in den Ausstellungen und aller Offenheit gegenüber modernen und jungen Künstlern technisch in die Jahre gekommen. Die Freude bei den Ausstellungsmachern über die neue supermoderne Technik ist entsprechend groß: „Wir haben ein Licht, das stufenlos zwischen warm und kalt regelbar ist“, sagt Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow, „früher konnten wir nur an- oder ausschalten. Und von den klimatischen Bedingungen her bewegen wir uns jetzt auf internationalem Niveau.“ Auch die baulichen Veränderungen überzeugen: „Das Haus öffnet sich der Stadt gegenüber durch den zweiten Eingang Richtung Westen. Die Ausstellungsfläche ist homogener geworden und hat noch an Großzügigkeit gewonnen, man stolpert zum Beispiel nicht mehr über Stufen“, so Dirk Luckow. Dabei haben die Planer die denkmalgeschützte Halle in allen Details erhalten, genau wie das Ausstellungs-Konzept mit den mobilen Wänden, das die besondere Atmosphäre der Deichtorhalle ausmacht. Für jede Ausstellung wird der Raum neu konzipiert, die Halle immer neu erlebbar. Die Arbeiten für die erste Ausstellung in den generalüberholten Räumen laufen schon auf Hochtouren: Die Schau „Picasso in der Kunst der Gegenwart“ mit 200 Leihgaben von 90 internationalen Künstlern zum Beispiel aus der Tate Modern in London oder dem Centre Pompidou in Paris verspricht einen fulminanten Auftakt. Die kostbaren und empfindlichen Leihgaben wären ohne die Sanierung nicht möglich gewesen. (sh)

Dienstag, 31. März, Eröffnung der Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“, „Halle für Aktuelle Kunst“, Deichtorhallen, Deichtorstr. 1
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1 Kommentar
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un known aus Rahlstedt | 24.04.2015 | 18:55  
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