Elbphilharmonie: Countdown für Eröffnung

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Moderne Architektur bis in den letzten Winkel: Das neue Wahrzeichen soll eines der besten Konzerthäuserder Welt werden
 

Am 11. Januar öffnet Hamburgs neues Wahrzeichen seine Tore. Generalintendant Lieben-Seutter spricht in einem Interview über seine Erwartungen und Gefühle

Von Sonja Schmidt

Christoph Lieben-Seutter (52), Generalintendant der Elbphilharmonie, spricht im Interview über Töne, Tickets und überwältigende Gefühle.

Alster Live: Herr Lieben-Seutter, am 11. Januar öffnet die Elbphilharmonie ihre Tore. Sind Sie sehr nervös?
Christoph Lieben-Seutter: „Natürlich wird das ein aufregendes Ereignis. Aber nervös macht mich das eigentlich nicht. Nervös war ich vor der ersten Orchesterprobe im Großen Saal Anfang September. Denn da ging es darum: Wird der Saal wirklich so gut klingen wie er aussieht und die riesigen Erwartungen erfüllen können?“

AL: Das waren die ersten Proben des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Wie war Ihr persönlicher Eindruck?
Lieben-Seutter: „Das war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben. Dass sich Hoffnung und Erwartung auf die Qualität des Klangs so einlösen würden, klar, das haben alle gehofft. Aber wenn das dann eintritt und die Musik im Saal so dermaßen zu blühen beginnt, dann ist das mit Worten kaum zu beschreiben. Das Gefühl beim ersten Hören war überwältigend, egal, wo ich saß. Man hört alles ungemein differenziert, dabei warm und rund. Das ist ein Sound, den kann Ihnen keine Stereoanlage der Welt ins Wohnzimmer bringen.“

AL: Auf welche Konzerte im kommenden Jahr freuen Sie sich besonders?
Lieben-Seutter: „Das mag jetzt diplomatisch klingen, aber es stimmt: Ich freue mich wirklich auf alle. Und ich werde die allermeisten von ihnen hören.“

AL: Ist die Elbphilharmonie der richtige Ort, um Kinder und junge Erwachsene an klassische Musik heranzuführen? Oder spricht das Weltklasse-Konzerthaus nur Klassik-Kenner an?
Lieben-Seutter: „Ich bin davon überzeugt, dass in diesem Haus beides gelingen kann. Die Architektur und eben auch die Akustik kommen dem Erleben von Musik bestmöglich entgegen. Und darauf kommt es doch an: Dass wir Musik unmittelbar erleben, mit allen Sinnen, egal wieviel Erfahrung oder Vorkenntnisse jemand hat. Das Programm bietet eine große Vielfalt an exzellenter Musik und auch Konzertformen, die auf die Gewohnheiten noch ungeübter Klassikhörer Rücksicht nehmen. Wir haben in der Elbphilharmonie die Chance, Weltklasse für alle zu bieten. Und die wollen wir nutzen.“

AL: Knapp zehn Jahre lang waren Sie für Deutschlands größte Kulturbaustelle zuständig. Was gibt es für Sie nach der großen Eröffnung zu tun?
Lieben-Seutter: „Zum Beispiel die Planung der kommenden Saisons (lacht). Im Ernst: Parallel zu all dem, was jetzt in den letzten Monaten vor der Eröffnung zu tun ist, planen wir intensiv die Inhalte und Schwerpunkte der künftigen Jahre. Es geht ja jetzt erst los.“

AL: Die Abos für diese Spielzeit sind ausverkauft. Wird noch mal nachgelegt?
Lieben-Seutter: „Neue Abos legen wir für diese Saison nicht mehr auf. Aber für viele Konzerte gibt es noch Einzelkarten zu kaufen.“

Info:


Familientag (29. Januar, ab 9 Uhr, Eintritt frei) – mit Baby- und Kinderkonzerten, Orchesterproben, Klangsafari und mehr, Tickets ab 1. Dezember erhältlich. Festival Rising Stars (31. Januar bis 4. Februar, Karten ab 21 Euro): Vom 30. Januar bis 4. Februar stellt die Elbphilharmonie junge Nachwuchsmusiker vor (Kleiner Saal). Philharmonisches Kammerkonzert (5. März, 9 bis 22 Euro): Blechbläser des Philharmonischen Staatsorchesters würdigen mit Werken von Henze, Gershwin, Brahms usw. Generalmusikdirektor Kent Nagano.

Klassik zum Kennenlernen (21. bis 25. Juni, Tickets ab 6 Euro, 30 je einstündige Konzerte) ab 4. Januar nur online unter Konzerte für Hamburg

Weitere Infos und Tickets: Elbphilharmonie, E-Mail: tickets@elbphilharmonie.de, Ticket-Hotline (Mo-Sa von 10 - 18 Uhr): 040/357 666 66. Der Besuch der Plaza (ab 5. November) ist kostenfrei (Tickets im Besucherzentrum oder per Automat am Eingang)
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