Engel in der Kunsthalle

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Bei Paul-Klee-Ausstellung können auch Besucher malen

City. Mal Engel, mal verschmitzter Bengel – die Engelbilder von Paul Klee in der Kunsthalle sind überraschend und mehrdeutig. Der beliebte Künstler schuf die meisten seiner Engeldarstellungen zwischen 1938 und 1940. Aber die Kunsthalle zeigt auch Werke, die Klee als Kind gezeichnet hat. Insgesamt 80 Engelbilder des Künstlers hat die Kuratorin Karin Schick zusammengetragen, das sind fast alle Klee-Engel. Ungewohnt menschlich erscheinen die Wesen, Paul Klee sieht sie als Mischwesen – halb Mensch, halb Himmelsbote – als eine Übergangsform zwischen irdischer und überirdischer Existenz. „Klee ist ein Meister der Uneindeutigkeit, er möchte die Dinge in der Schwebe halten, zeigen, wie die Welt ist in ihrer Mehrdeutigkeit“, sagt die Kuratorin Karin Schick. Deshalb sind die Engel auch nicht immer eindeutig gut, sie zeigen Bedrohung, Angst und Zweifel, manchmal auch Heiterkeit und Witz. Vergleichen können die Besucher die Engel von Klee mit anderen Engelsdarstellungen in der Kunstgeschichte. Ein Ausstellungsraum zeigt Bilder aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, darunter wunderschöne Engel von Albrecht Dürer, Rembrandt und Rubens.
Die meisten Engel von Paul Klee sind dagegen auf den ersten Blick ganz einfache Zeichnungen. Mit wenigen Strichen umreißt Klee das Engelwesen, verleiht ihm einen unverwechselbaren Ausdruck. Wie schwer es jedoch ist, mit einigen Linien einen Engel zu skizzieren, kann der Besucher selbst ausprobieren. Im letzten Raum der Ausstellung liegen Papier und Bleistifte bereit, die schönsten Bilder werden von der Kunsthalle ausgewählt und ausgestellt. Besonders für Kinder eine tolle Idee. (sh)
bis 7. Juli, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Hamburger Kunsthalle. Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.
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