Klassiker und junge Werke

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Bestreiten den Auftakt der nächsten Spielzeit im Ernst Deutsch Theater: Inken Rahardt (l.) und Susann Oberacker vom Opernloft zeigen die Oper „Ein Maskenball“ von Guiseppe Verdi Foto: Hanke

Das Ernst Deutsch Theater startet in die neue Spielzeit

Uhlenhorst. Mit „Großer Party“ startet das Ernst Deutsch Theater (EDT) in die Spielzeit 2016/17 – und zwar in Form einer Oper. „Ein Maskenball“ von Guiseppe Verdi wird am 25. August Premiere am Friedrich-Schütter-Platz haben, in einer Fassung des Opernlofts. Das derzeit heimatlose Opern-Theater (das Wochenblatt berichtete) wird vom Ernst-Deutsch-Theater in dieser Form unterstützt.

Die mehrfach ausgezeichnete Opernregisseurin und Intendantin des Opernlofts, Inken Rahardt, wird inszenieren, Opernloft-Dramaturgin Susann Oberacker schreibt die Textfassung. Das Sängerensemble stammt zum Teil aus dem Opernloft. „Das ist schmissige Musik im Stil von La Traviata“, erläuterte Inken Rahardt bei der Vorstellung des neuen Spielplans des Ernst Deutsch Theaters. Nach den Vorstellungen darf das Publikum im Foyer weitertanzen – also unbedingt bequeme Schuhe mitbringen.

Klassiker
auf dem Spielplan


Die Geschichte von Verdis Maskenball um Liebe, Sehnsüchte, Rache und Mord passt natürlich zum Motto der nächsten EDT-Spielzeit: Fragen und Zeichen. Eine Idee von Designer Peter Schmidt, der regelmäßig Bühnenbilder für das Ernst Deutsch Theater entwirft. Am 29. September hat ein weiterer Klassiker im EDT Premiere, man möchte sagen der Klassiker dieses Theaters: „Nathan der Weise“ von Lessing, das Stück, in dem Namensgeber Ernst Deutsch einst in der Titelrolle glänzte – nach zehn Jahren eine neue Inszenierung von Wolf-Dietrich Sprenger mit Markus Boysen in der Hauptrolle. Klassisch geht es auch in die Vorweihnachtszeit: mit Oscar Wildes Komödie „Bunbury oder Ernst sein ist alles“ (Premiere: 24. November). Hier gibt es ein Wiedersehen mit Maria Hartmann, Jens Wawrczeck (als Lady Bracknell), Felix Lohrengel, Christina Arndt und Oliver Warsitz. Eine Hauptrolle spielt Patrick Abozen, bekannt aus diversen TV-Krimiserien, zum Beispiel als Kölner Tatort-Ermittler.

Ein packender Wissenschaftskrimi um die Entschlüsselung der DNA hat am 19. Januar 2017 Premiere: „Foto 51“ von Anna Ziegler. In Hartmut Uhlemanns Inszenierung mit Pheline Roggan („Soul Kitchen“) in der Hauptrolle wird die Rolle einer Frau in einem ansonsten männlichen Wissenschaftlerteam beleuchtet. Es folgen Volker Lechtenbrinks Inszenierung der Shakespeare-Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ (ab 16. März 2017), die Komödie „Unwiderstehlich“ von Fabrice Roger-Lacan um eine Beziehungskrise, hervorgerufen durch einen charismatischen Mann, mit Boris Aljinovic und Anika Mauer (Premiere 27. April 2017), sowie „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue, ein Stück um einfache Methoden der Manipulation von Menschen (Premiere 1. Juni 2017).

Festival im Februar

Wieder aufgenommen werden Volker Lechtenbrinks Lebensbeichte „Leben, so wie ich es mag“ von Saskia Ehlers mit ihm und Roland Renner (2. bis 5. November) und „Der letzte Vorhang“ mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warns (9. bis 13. Januar 2017).

Für die kleinen Zuschauer wird in der Vorweihnachtszeit „Hänsel und Gretel“ (Premiere 11. November) gespielt und „Der kleine Vampir“ wiederaufgenommen (6. bis 12. April 2017). Die Jugendsparte plattform veranstaltet wieder ein Festival: 22. bis 25. Februar 2017 zum Thema Heimat.

Das Ernst Deutsch Theater mit seinen 744 Plätzen ist unverändert zu 74 Prozent ausgelastet. 363 Vorstellungen sahen in der Spielzeit 2014/15 185.000 Zuschauer. Die Anzahl der Abonnenten blieb mit rund 6.000 stabil. Kleiner Wermutstropfen für die nächste Spielzeit: Die Preise werden um zwei Euro erhöht. Dafür ist die Garderobe zukünftig kostenlos. (ch)
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