Knusperhäuschen reloaded

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Die Hauptdarsteller Agnes Müller als Gretel und André Pabst als Hänsel Foto: Kellertheater

Kellertheater zeigt „Hänsel und Gretel“ als modernes Weihnachtsmärchen

Neustadt Zwei junge Frauen auf dem Weg in den Theaterhimmel. Doris Gebert (27) und Maike Neumann (23) haben ihr erstes Theaterstück geschrieben und auch die Regie geführt: „Hänsel und Gretel“, sehr frei nach den Gebrüder Grimm.
Das Weihnachtsmärchen ist im Kellertheater am Johannes-Brahms-Platz die letzte Premiere des Jahres und ein Höhepunkt: ausverkaufte Vorstellungen, Vorfreude auf das Fest mit glänzenden Kinderaugen und viel Herzklopfen.
Im Alltag sind Doris und Maike Lehramtsstudentinnen. Bühnenluft schnuppern beide schon viele Jahre. Doris kam durch ihre Eltern als Zwölfjährige ins Kellertheater und spielte zuerst in Peter Maffays Musical „Tabaluga“ einen Pinguin. Maike steht seit 2006 auf der Bühne. Seitdem wirkten beide in einem halben Dutzend Stücken mit. Jetzt gelang der Sprung zur Schreibkunst plus Regie.

Spannende Begegnungen

Warum dieses Märchen und nicht Aschenputtel oder Dornröschen? „Wir wollten keine Liebesgeschichte mit Prinzessinnen und Prinzen, sondern spannende Begegnungen mit Menschen oder Tieren in einem verzauberten Wald. Außerdem war das Märchen rund 20 Jahre im Kellertheater nicht gespielt worden. Da war es höchste Zeit, eine neue Fassung auf die Bühne zu bringen.“
Vor einem Jahr kam den beiden die Idee. Dann sprudelten die Einfälle. Alle Mitglieder des Kellertheaters wurden aufgerufen, Vorschläge für Zauberwald-Begegnungen zu machen. Die Ereignisse waren verblüffend, Doris und Maike begannen zu schreiben.
„Wir hatten auch andere, bereits vorhandene Versionen geprüft, aber festgestellt, dass wir etwas neues, moderneres machen müssen“, erklären sie.
Ihr Ziel: „Vor allem unterhalten“, meint Doris, „die Kinder müssen die Handlung miterleben. Sie sollen sich interaktiv an der Aufführung beteiligen.“ Maike fügt hinzu: „Natürlich soll auch eine Art Belehrung dabei sein. In diesem Fall sollen die Kinder erfahren, was man durch gegenseitiges Vertrauen und Freundschaft alles erreichen kann, auch wenn man manchmal unterschiedlicher Meinung ist.“
Das Ergebnis ist eine spannende Mischung von geglücktem Bühnenbild, verblüffenden Erlebnissen und überraschenden, manchmal witzigen Szenen. Eine Stück, an dem sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Freude haben werden. (wp/wb)
Johannes-Brahms-Platz 1. Premiere: 22. November um 15 Uhr. Aufführungen bis zum 21. Dezember an jedem Wochenende, Sonnabend und Sonnentag um 15. Uhr.
Eintrittspreis: Erwachsene 12 Euro, Kinder 8 Euro. Vorbestellung: 845652 oder www.kellertheater.de
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