Krimis im Museum

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„Fegsel“, das was man im Speicher zusammenfegt, mit nach Hause zu nehmen, war verboten. Dieses Foto aus dem Hamburger Anzeiger vom 18. Mai 1935 zeigt einen Zollbeamten, der einen Hafenarbeiter kontrolliert Repro: Hörmann

Speicherstadt: Lesung zur 15. Langen Nacht der Museen

Hamburg Nachts im Museum – das ist einfach spannend, auch wenn die Lange Nacht der Museen inzwischen zum festen Kulturprogramm der Hansestadt gehört. Zum 15. Mal öffnen insgesamt 57 Museen zwischen 18 und 2.00 Uhr ihre Türen und laden zu einem bunten Programm mit Führungen, Musik, Tanz und Film ein. Dazu der praktische Bus-Shuttle vom HVV, der die Besucher im 10 Minuten Takt von Veranstaltung zu Veranstaltung fährt – der Service ist im Kartenpreis von 15 Euro enthalten. Aber bei 700 Programmpunkten fällt die Auswahl schwer. Die Museen von A wie Altonaer Museum bis Z wie Zoologisches Museum überbieten sich gegenseitig mit Highlights und guten Ideen. Die Eröffnungsfeier findet ab 17.30 Uhr auf dem Deichtorplatz statt. Esther Béjarano, eine 90-jährige KZ-Überlebende, singt und spielt gemeinsam mit ihrem Sohn und den Rappern von der Microphone Mafia für mehr Toleranz und gegen Gewalt, Ausgrenzung und Rassismus. Musikalisch präsentieren sich auch die Museen im Komponisten-Quartier in der Peterstraße. Zu den Museen für die Komponisten Telemann und Brahms gesellen sich in diesem Jahr neu das Johann Adolf Hasse- und das Carl Philipp Emanuel Bach-Museum. Im neuen Museum über den „Hamburger Bach“ erlebt der Besucher in der Atmosphäre des nachempfundenen Wohnzimmers des gastfreundlichen Künstlers hautnah die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Hamburg des 18. Jahrhunderts. Um 22 Uhr stehen zum Beispiel „Teenager zu Bachs Zeiten“ im Mittelpunkt. Im Speicherstadtmuseum am Sandtorkai heißt das Motto „Jetzt wird´s kriminell“. Zwischen Kaffeesäcken und historischen Transportmitteln wie der Schottschen Karre gibt es ab 18.30 Uhr stündliche Führungen mit dem Titel „Schmuggel, Klau und Fegsel – (Klein-)Kriminalität im Freihafen“. Um 23.30 Uhr liest Dagmar Hecht humorvolle Kurzkrimis, dazu passend gibt es am Buffet „Mafiatorte“ und „Knastpralinen“. Familien mit Kindern sollten die Hamburger Kunsthalle als Programmpunkt einplanen. Unter dem Motto „Verzaubert“ zeigt der Magier Jörg Borrmann während der Langen Nacht der Museen kunstvolle Illusionen und zauberhafte Spielereien. (sh)

Sonnabend, 18. April, 18-2 Uhr. 57 Museen sind dabei, Programm unter www.langenachtdermuseen-hamburg.de. Eintritt: 15 Euro, erm. 10 Euro. Shuttle-Busse des HVV im Kartenpreis enthalten
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