Lange Nacht der Literatur

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Zum Ausklang der Langen Nacht der Literatur spielen die „Zimtschnecken“ in der Freien Akademie der Künste (22 Uhr) Foto: Thomas Leidig

Zwischen 17 und 23 Uhr finden zahlreichen Lesungen statt

City Schwarze Magie, Bestien und Krieger, böse Königinnen und wilde Landschaften – in der Buchhandlung Sautter +Lackmann in der Admiralitätstraße tauchen die Besucher der Langen Nacht der Literatur ab in fremde Welten.
Die Autorin Farina de Waard sieht selbst ein bisschen so aus wie ihre Heldin Sina: schmales Gesicht, wilde blonde Mähne und wache Augen. Den passenden Schmuck zur Fantasiewelt können die Leser im Rahmen der Lesung gleich mit dem Buch zusammen erwerben. Farina de Waard liest am Sonnabend zur Langen Nacht aus ihrer „Das Vermächtnis der Wölfe“-Reihe, dafür wurde sie auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Indie-Autor-Preis ausgezeichnet.

16 Orte im Stadtgebiet


An insgesamt 16 literarischen Orten im Hamburger Stadtgebiet werden am Sonnabend zwischen 17 und 23 Uhr Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden und Buchpräsentationen stattfinden. Ein zweites Highlight des Lesemarathons erwartet Nachtschwärmer und Literaturfreunde ebenfalls bei Sautter + Lackmann: Der Musiker, Autor, Humorist und Schauspieler Rocko Schamoni stellt eigene und fremde Texte vor. Der Hamburger schreibt über Jugend in der Provinz, Kunst und Depression.
Auf Situationskomik setzt das bunte Programm der Zentralbibliothek am Hühnerposten. Die Autorin Kirsten Fuchs berichtet von sieben pubertären Mädchen, die aus ihrem Ferienlager ausbüxen, einen Transporter mit Hunden stehlen und sich im Erzgebirge verstecken. Der Titel des Buchs: „Mädchenmeute“.
Zu später Stunde übernehmen in der Zentralbibliothek Ahne und Volker Strübing die Lesbühne und geben dabei ihr Expertenwissen über eigentlich alles an das Publikum weiter. Kay Petersen begleitet den Abend am Akkordeon. Die klassische Buchvorstellung gehört natürlich auch zur Langen Nacht: André Herzberg liest bei boysen & mauke in der Großen Johannisstraße aus seinem neuen Roman „Alle Nähe fern“. Darin erzählt der die bewegende Geschichte der jüdischen Familie Zimmermann: Von dem Großvater Heinrich, der es zum mittelständischen Unternehmer brachte, über seinen Sohn Paul, der nach dem Krieg als Kommunist in die DDR zurückkehrt und dessen Sohn Jakob, der erst nach langer Suche zum Judentum und zu sich selbst findet.
Einen Künstlerroman stellt Rolf Lappert in der Freien Akademie der Künste am Klosterwall vor: In „Über den Winter“ jettet der Künstler Lennard Salm durch die Welt und kehrt letztlich zurück nach Hamburg. (sh)

Sonnabend, 29. August, Programminformationen im Internet unter www.langenachtderliteratur.de
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