Lieder über die Liebe

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Pianist Till Fellner und ... Foto: Gabriela Brandenstein/Marco Borggreve

Elbphilharmonie-Konzertreihe startet

Neustadt Das großartige Liedwerk von Robert Schumann und die Liebe mit ihren immer wiederkehrenden Geheimnissen stehen im Mittelpunkt dieses Konzertabends mit dem britischen Tenor Mark Padmore, einem der bekanntesten Bachinterpreten, und seinem Begleiter, dem österreichischen Pianisten Till Fellner. Ergänzt wird das Programm mit Liedern von Ludwig van Beethoven und Hans Zender, dessen Werk auf Texten von Jean Paul basiert, mit dem das Duo am
16. Januar im Kleinen Saal der Laeiszhalle gastiert. Selten wurde so lange nach einer unbekannten Geliebten gesucht, wie es Wissenschaftler nun schon seit fast zwei Jahrhunderten tun, um dem Geheimnis der „Unsterblichen Geliebten“ von Ludwig van Beethoven auf die Spur zu kommen. Die wahre Adressatin des ominösen Briefes Beethovens an einen Freund ist bis heute nicht bekannt, obwohl Josephine Brunsvik und Antonie Brentano als sehr wahrscheinlich gelten dürften. Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ op. 98 ist aus der Leidenschaft des Meisters zu jener Frau hervorgegangen. Der Liebe ist auch Robert Schumanns 16-teiliger Liederzyklus „Dichterliebe“ nach Texten von Heinrich Heine gewidmet. Zwei Zyklen, für die der britische Tenor Mark Padmore, der zu einem der bedeutendsten Bach-Interpreten zählt und auf eine erfolgreiche Karriere im Bereich Oper und Konzert zurückblickt und sein Klavierpartner Till Fellner wie gemacht sind: Bei Padmores Schumann-Rezitalen schwärmen die Kritiker regelmäßig von seinem makellosen, subtilen, zugleich psychologisch durchdrungenen Ton, der Schumanns Liedern eine ganz neue Klangfarbe verleiht.
Für den zweiten Schumann-Höhepunkt des Abends sorgt Till Fellner mit dem Klavierstück „Papillons“. Eine weitere Besonderheit im Programm sind dann die „2 Polymeter von Jean Paul für Tenor und Klavier“ des großen zeitgenössischen Komponisten Hans Zender und basierend auf Jean Pauls berühmtem Roman „Flegeljahre“. Zender, der selbst Mitglied in der Jean-Paul-Gesellschaft ist, vertont nicht einfach die Texte des großen deutschen Romantikers, sondern schafft einen komplexen Interpretations- und Assoziationsrahmen. (wb)

Sonnabend., 16. Januar, 20 Uhr, Laeiszhalle, Kleiner Saal, Robert Schumann: Papillons op. 2, Hans Zender: Zwei Lieder nach Texten von Jean Paul. Ludwig van Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98 Robert Schumann: Dichterliebe/Liederzyklus nach Gedichten von Heinrich Heine op. 48. Eintritt 11 bis 45 Euro. REDTicket der Haspa Musik Stiftung für Menschen unter 28 Jahren:
10 Euro, verfügbar ab einer Woche vor dem Konzert. Infos: www.elbphilharmonie.de
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