Louis Braille-Ausstellung in der Zentralbibliothek der Bücherhallen

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Louis Braille vereinfacht die Blindenschrift. Und amcht sie zum weltweiten Standard. Foto: Lautenschläger
Hamburg: Zentralbibliothek der Bücherhallen |

Was Johannes Gutenberg für die Sehenden, ist Louis Braille für blinde Menschen. Die Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg zeigt ab dem 12. Februar 2015 in Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. eine Ausstellung über die Entwicklung der Braille-Schrift und erklärt, warum sich die einfache und geniale Erfindung des Louis Braille durchsetzen konnte und heute weltweit Standard ist. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, den 11. Februar um 18 Uhr mit einem Grußwort der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner.

Die Ausstellung

In der Sonderausstellung „Louis Braille. Gutenberg der blinden Menschen“ haben Besucher die Gelegenheit verschiedene Blindenschriften zu ertasten. Gezeigt werden außerdem Hilfsmittel – von der Rillentafel über die Punkt-Schrift-Maschine –, mit denen blinde Menschen gestern wie heute die Braille-Schrift lesen und schreiben bis hin zu modernen Punktschriftveröffentlichungen. Konzipiert wurde die Ausstellung im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Museum der Arbeit, in dem sie von April bis Juni 2014 zu sehen war. Dank der Unterstützung der Stiftung Centralbibliothek für Blinde können zahlreiche moderne Blindenschriftbücher gezeigt werden.
Spezielle Angebote für Kinder und Erwachsene führen die Besucher spielerisch an das Thema Blindenschrift heran und motivieren, diese einmal auszuprobieren.
Ab dem 12. Februar ist die Ausstellung „Louis Braille – Gutenberg der blinden Menschen“ dann täglich während der Öffnungszeiten in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg, Hühnerposten 1 (Eingang: Arno-Schmidt-Platz), 20097 Hamburg zu sehen.

Entwicklung der Braille-Schrift

Louis Braille ist erst drei Jahre alt, als er sich beim Spielen mit einer Ahle am Auge verletzt. Beide Augen entzünden sich und zwei Jahre später erblindet er. Als Zehnjähriger bekommt Louis ein Stipendium für das "Institut für junge Blinde" in Paris. Hier wird die sogenannte „Nachtschrift“ gelehrt. Der Offizier Charles Barbier de la Serre hatte aus 12 gestanzten Punkten einen abstrakten Zeichensatz entwickelt, der zur heimlichen Übermittlung von Kriegsnachrichten in der Nacht gedacht war. Doch das umständliche Abtasten von Barbiers 12 Punkten von oben nach unten macht das Lesen zu schwierig. Louis Braille reduziert die Grundform auf sechs Punkte und bereits 1825 im Alter von 16 Jahren hat er sein Alphabet fertig gestellt. Die entstandenen Zeichen sind für blinde Menschen leicht lesbar. Auch das Schreiben gelingt mit Tafel und Stichel mühelos.
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