Max Pechstein im Bucerius Kunst Forum

Nächster Termin: 31.05.2017 bis 03.09.2017

Wo? Bucerius-Kunst-Forum, Rathausmarkt 2, Hamburg DE
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Ehefrau Lotte porträtierte der Maler immer wieder, dieses Bild entstand 1911 Foto: Hörmann
Hamburg: Bucerius-Kunst-Forum, Rathausmarkt 2 |

Die Ausstellung „Künstler der Moderne“ zeigt Werke vom Pionier des deutschen Expressionismus

Von Stefanie Hörmann
Hamburg-City
Das Werk Max Pechsteins beeindruckt auf den ersten Blick durch seine ausdrucksstarken Farben. Landschaften und Portraits ziehen mit ihrer Strahlkraft den Betrachter magisch in ihren Bann. Erstaunlich: Die große Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“, die noch bis Anfang September im Bucerius Kunst Forum zu sehen ist, ist die erste Werkschau des Brücke-Künstlers in Hamburg. 1906 war Max Pechstein der Künstlergruppe „Brücke“ beigetreten, die vier Architekturstudenten – Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff – 1905 gegründet hatten. Die „Brücke“ bereitete den Weg für den Expressionismus in Deutschland. Max Pechstein, 1881 im sächsischen Zwickau geboren, prägte den Stil der Künstlervereinigung besonders während seiner Aufenthalte in Dresden und Berlin.

Alle Facetten des Künstlers


Doch die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum will alle Facetten des Künstlers zeigen, ihn nicht auf seine Zugehörigkeit zur „Brücke“ reduzieren. Besonders schön: Anhand seiner verschiedenen Aufenthaltsorte kann der Betrachter sehr gut die Entwicklung des Künstlers nachvollziehen, denn Pechsteins Malerei wurde stark von seinen unterschiedlichen Lebensmittelpunkten geprägt. Mit insgesamt 70 Werken aus der Zeit von 1906 bis 1932 präsentiert das Kunst Forum Bilder aus seiner Zeit in Paris, Berlin und Dresden, Nidden auf der Kurischen Nehrung, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Besonders Palau hat den Maler tief beeindruckt, immer wieder porträtierte er seine Frau Lotte am Strand. „Das Südseeparadies hat Max Pechstein nie wieder losgelassen“, sagt Kuratorin Kathrin Baumstark, „auch wenn die Reise nur drei Monate dauerte.“

Genuss für die Sinne


Jahre später malte Pechstein Südseemotive aus der Erinnerung, die Bilder, die tatsächlich dort entstanden sind, wurden fast alle zerstört. „Wir haben ein kleines Aquarell, von dem wir glauben, dass Pechstein es tatsächlich dort gemalt hat“, sagt Kathrin Baumstark. Auch die anderen wichtigen Stationen in Pechsteins Leben kann der Ausstellungsbesucher schon anhand der Motive gut nachvollziehen, so gehen die Landschaftsbilder und Fischerboote häufig auf sechs in Nidden verbrachte Sommer zurück. Pechsteins expressionistische und farbenprächtige Sonnenuntergänge stammen aus seiner Zeit in Italien. Neben Gemälden sind auch Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte zu sehen. Die Ausstellung ist ein Genuss für die Sinne und eine Reise durch die Schaffensperioden des deutschen Expressionisten Max Pechstein.

„Max Pechstein. Künstler der Moderne“: bis 3. September, Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, Eintritt: 9/6 Euro
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