MKG Hamburg lockt junge Menschen ins Museum

Wann? 20.01.2017

Wo? Steintorplatz, Steintorpl., 20099 Hamburg DE
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Die Zeitschrift „twen“ schrieb Mediengeschichte Grafik: Willy Fleckhaus, Foto: Carsten Wolff
Hamburg: Steintorplatz |

Das Museum für Kunst und Gewerbe blickt 2017 erneut über den Tellerrand und punktet mit aktuellen Themen

Von Stefanie Hörmann
Hamburg-City
Das Museum für Kunst und Gewerbe geht neue Wege. Das Team um Museumschefin Sabine Schulze packt Themen an, die aktuell sind, die Jugendliche bewegen und die junge Menschen ins Museum locken. In diesem Jahr ist das Vorhaben schon gut gelungen. Bei der aktuellen Präsentation „Game Masters“ zur Geschichte der Computerspiele liegt der Altersschnitt bei 35 Jahren, 42 Prozent der Besucher haben das Museum zum ersten Mal betreten. „Wir punkten mit Themen, für die sich die anderen Museen so nicht zuständig fühlen“, sagt Museums-Chefin Sabine Schulze. Ein erfolgreicher Kurs, der im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.

Aktuelle Themen auch 2017

Ein großes Thema wird die Ausstellung über die Zukunft des Essens, die für Mai geplant ist. „Wir möchten kritisch unser Konsumverhalten beleuchten“, erklärt Sabine Schulze. „Was nehmen wir uns alles von dem großen Kuchen für unseren Alltag, für unser Vergnügen“. Die Schau „Food Revolution 5.0“ wird alles rund um das Thema Essen beleuchten – von der Küche der Zukunft bis zur gigantischen Nahrungsverschwendung durch Wegwerfen. Überschneidungen zur zweiten großen Ausstellung gibt es im Bereich Massentierhaltung: „Tiere“ soll sich ab November mit dem Verhältnis von Mensch und Tier befassen. Das Museumsteam wird viele Tierdarstellungen von Künstlern zeigen und gleichzeitig unseren Umgang mit Tieren thematisieren. Bunt wird es im Museum für Kunst und Gewerbe im Sommer, ab Juni zeigt eine Schau die Künstlerplakate von Keith Haring mit seinen künstlerisch wertvollen Strichmännchen. Im Monat Juli sind Poster von Robert Rauschenberg zu sehen.

Januar startet mit Highlight

Ein Highlight des Jahres eröffnet das Museum gleich im Januar. Im Fokus der Ausstellung „Willy Fleckhaus. Design – Revolte – Regenbogen“ ist neben dem herausragenden Zeitungsgestalter Fleckhaus die Jugendkultur, allerdings nicht unsere, sondern die der 1960er-Jahre. Mit der Zeitschrift „twen“ setzte Willy Fleckhaus Maßstäbe, prägte die Popkultur in Deutschland. Nach diversen Revivals der 1960er-Jahre in allen Bereichen der Alltagskultur wird es spannend, über die Zeitungsgestaltung einen Blick auf das Original zu werfen, denn schon damals prägten die Medien den Zeitgeist. (sh)

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Eintritt: 12 Euro. Weitere Infos: Museum für Kunst und Gewerbe
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