Neuer Eingang und Kur für die Kunsthalle

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Der historische Eingang der Kunsthalle gegenüber der Galerie der Gegenwart soll nach der Modernisierung wieder der Haupteingang werden Fotos: Hörmann

Mäzen Alexander Otto gibt 15 Millionen Euro. Seine Firma übernimmt Bauleitung und Kostengarantie

Von Stefanie Hörmann
City. Eine Spende von 15 Millionen Euro für die Modernisierung der Kunsthalle – wären wir in der Musikhalle, würde man von einem Paukenschlag sprechen. Das Lob der versammelten Chefetage der Hamburger Kunsthalle und auch der Politik für den Kunstmäzen Alexander Otto fiel ätherischer aus: Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner sprach von einem „Engel, der Wünsche erfüllt“ und Kultursenatorin Barbara Kisseler denkt darüber nach, den Unternehmer „schon zu Lebzeiten für die Seligsprechung im Vatikan vorzuschlagen“. Allgemeines Gelächter und auch Erleichterung über den Geldsegen, denn die Kunsthalle bedarf dringend einer Auffrischung. „Es ist nicht nur eine Optimierung der Kunsthalle“, sagt Kultursenatorin Barbara Kisseler, „es ist viel mehr, wir garantieren damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Kunsthalle.“ Die Baumaßnahme soll im Herbst 2014 beginnen, die Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant. Mit dem historischen Eingang gegenüber der Galerie der Gegenwart bekommt die Kunsthalle einen neuen Haupteingang und ein repräsentatives Foyer. Zudem sollen die Sammlungsräume der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts modernisiert werden. Das marode Depot, in dem rund 1500 Gemälde und Skulpturen in einem sanierungsbedürftigen Lagerraum liegen (das WochenBlatt berichtete), soll gleich mit saniert werden. Die dafür nötigen 4 Millionen Euro wird der Senat beisteuern, das versprach Bürgermeister Olaf Scholz. Ganz besonders dürfte der Bürgermeister sich über Alexander Ottos Versprechen freuen, nicht nur die 15 Millionen zu spenden, sondern auch den Kostenrahmen zu garantieren. Ein Finanz-Chaos wie bei der Elbphilharmonie ist damit ausgeschlossen. „ECE macht die Bauleitung und garantiert die Kosten, so dass keine Risiken auf die Stadt zukommen“, sagt Alexander Otto. Ottos Firma ECE ist ein Unternehmen für die Realisierung, Vermietung und das Management von Einkaufszentren. Eine gute Nachricht, zumal die Kunsthalle während der Bauzeit geöffnet bleiben soll. (sh)
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