Von Anne Frank bis zum kleinen Vampir

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Intendantin Isabella Vértes-Schütter stellte den neuen Spielplan des Ernst Deutsch Theaters vor. In der ersten Produktion „Anne Frank“ wird sie eine Rolle übernehmen Foto: Hanke

Die kommende Spielzeit im Ernst Deutsch Theater wird wieder vielfältig

Uhlenhorst „Übermut und Leichtsinn“ lautet das Motto des Ernst Deutsch Theaters für die nächste Spielzeit 2015/16. Intendantin Isabella Vértes-Schütter freut sich insbesondere über die Wortteile „mut“ und „sinn“, die in diesem Motto stecken. „Das Theater muss ein Gegenpol sein zu der dominierenden Nützlichkeit und Verwertbarkeit, die in unserer Gesellschaft immer wieder gefordert wird“, sagte die Intendantin bei der Vorstellung des neuen Programms, das am 27. August mit der Deutschen Erstaufführung des Stückes „Anne – Das Tagebuch der Anne Frank“ von Leon de Winter und Jesssica Durchlacher beginnt. Das im Mai 2014 in Amsterdam uraufgeführte Stück verarbeitet dabei viele Themen aus 2013 erstmals veröffentlichen Texten von Anne Frank, die in einer „Anne Frank Gesamtausgabe“ erschienen sind. „Das Stück beleuchtet Anne Franks Rolle als Schriftstellerin, auch die, die sie hätte werden können“, berichtet Isabella Vértes-Schütter.

Intendantin spielt selbst


Kristin Suckow, die in dieser Saison die Hauptrolle in „Heute bin ich blond“ spielte, wird Anne Frank verkörpern. Auch Isabella Vértes-Schütter spielt mit. Außerdem unter anderen Oliver Warsitz, Frank Jordan, Jessica Kosmalla und nach langer Zeit mal wieder im EDT Jens Wawrczeck. Yves Jansen führt Regie, Designer Peter Schmidt ist für das Bühnenbild verantwortlich. Ab 15. Oktober ist eine neue Inszenierung von Mona Kraushaar zu sehen, die wieder einen Shakespeare auf die EDT-Bühne bringt: „Der Sturm“. Moderator und Schriftsteller Hubertus Meyer-Burkhardt inszeniert für die Vorweihnachtszeit, für Weihnachten und Silvester Alan Ayckbourns Komödie „Halbe Wahrheiten“ (26.11. bis 9.1.2016) und kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück, die da waren: Regieassistenz am Ernst Deutsch Theater. Es spielen unter anderen Gila von Weitershausen und Peter Bongartz. Eine Uraufführung erlebt das EDT am 17. März 2016: das erste Theaterstück der Erfolgsautorin Ildiko von Kürthy, „Liebeslügen“. Es folgt Schillers „Kabale und Liebe“ unter anderen mit Roland Renner, Stephan Benson und Konstantin Graudus. Wolf-Dietrich Sprenger inszeniert. Zum Abschluss der Spielzeit wird das Leben zweier Filmdiven beleuchtet. In „Bette & Joan“ von Anton Burge (Premiere 2. Juni 2016) treffen Bette Davis und Joan Crawford bei den Dreharbeiten des Filmklassikers „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ aufeinander und entpuppen sich hinter einem bitterkomischen Schlagabtausch als sensible Frauen mit Mut und Intensität. Folke Braband inszeniert mit Desiree Nick und Manon Straché.
Die beiden EDT-Erfolgsproduktionen „Leben, so wie ich es mag“ von und mit Volker Lechtenbrink (1. - 9. Oktober) und „Der letzte Vorhang“ mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warms (11. bis 15. Januar 2016) werden wieder aufgenommen. Als Weihnachtsmärchen wird Rumpelstilzchen gespielt (13.11 - 23.12.). „Der kleine Vampir“ kehrt vom 7. bis 17. April 2016 zurück. (ch)

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